Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung in Deutschland

Seit 2009 erhebt die vdpResearch im Auftrag des vdp regelmäßig Daten zur Struktur der Wohneigentumsfinanzierung in Deutschland. Hintergrund des Interesses sind u.a. die Entwicklung von Zins- und Tilgungstrukturen sowie die Höhe der Finanzierungsausläufe.

Seit gut 10 Jahren zeigen die Preise für Wohneigentum eine dynamische Aufwärtsbewegung. Da die Zinsen für Wohnungsbaukredite über einen langen Zeitraum zurückgegangen sind, ist der Wohneigentumserwerb erschwinglich geblieben. Seit 2015 bewegen sich die Zinsen jedoch seitwärts und können somit den Anstieg der Immobilienpreise nicht mehr kompensieren.
 
Die Erhebung zur Struktur der Finanzierung von Eigenheimen und Eigentumswohnungen 2017 zeigt, dass sich der in den letzten Jahren zunehmend stärkere Anstieg der Preise für Wohneigentum - der inzwischen deutlich kräftiger ausfällt als das Wachstum der verfügbaren Einkommen der Privathaushalte - auch auf die Finanzierungsstruktur auswirkt: Der Anteil der eingesetzten Fremdmittel ist leicht angestiegen, der Anteil der Belastung aus den Darlehen an den verfügbaren Einkommen hat ebenfalls zugenommen, wenngleich die Kreditbelastungsquote ein im langfristigen Vergleich niedriges Niveau aufweist.

Quelle: vdpResearch

Dass die Kreditnehmer und -geber weiterhin sicherheitsorientiert agieren, lässt sich insbesondere daran feststellen, dass im Vergleich zu 2015 nochmals längere Zinsbindungen sowie leicht höhere Anfangstilgungen vereinbart wurden. Dies führt dazu, dass sich zum einen die Wohneigentumserwerber die günstigen Darlehenskonditionen über einen langfristigen Zeitraum sichern, und zum anderen die durchschnittliche rechnerische Gesamtlaufzeit der Darlehen leicht abnimmt.

Die vollständige Studie „Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2017 - Ergebnisse einer Erhebung unter den Mitgliedsinstituten finden Sie nebenstehend zum Download.