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vdp-Immobilienpreisindex

In der vdp-Transaktionsdatenbank werden auf der Ebene einzelner Immobilien neben Kaufpreisen und Mieten Angaben zu den wertbeeinflussenden Eigenschaften systematisch erfasst. Auf der Grundlage dieses Datenpools werden Immobilienpreisindizes erzeugt, die die reine Preisbewegung auf dem Immobilienmarkt wiedergeben. Im Februar 2010 wurde der vdp-Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum der Öffentlichkeit vorgestellt, im Mai 2011 folgte der vdp-Index für Büroimmobilien.

Zum 01.07.2009 wurden die Arbeiten an der Transaktionsdatenbank vom vdp auf die neu gegründete vdpResearch GmbH übertragen. Hierdurch wird das Ziel verfolgt, laufend umfassende Auswertungen und Analysen zu gewährleisten und diese den Teilnehmern der Transaktionsdatenbank zur Verfügung zu stellen.

Bis zum 3. Quartal 2011 haben 21 Pfandbriefbanken Objektdaten für die vdp-Transaktionsdatenbank bereitgestellt, die derzeit ca. 670.000 Datensätze umfasst. Die Transaktionsdatenbank gestattet seit 2003 die Betrachtung der Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt – sowohl für Deutschland insgesamt als auch für die einzelnen regionalen und objektartspezifischen Teilmärkte. Auf Grund der viel beschriebenen Heterogenität von Immobilien kommen hierbei hedonische Verfahren zur Anwendung. Diese Verfahren dienen dazu, die Qualitätsunterschiede der in der Datenbank enthaltenen Einzelobjekte herauszufiltern und die reine Preisentwicklung zu messen.

vdp-Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum

Die ersten beiden Abbildungen zeigen den Preisverlauf für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Deutschland auf Quartalsbasis. Der in der dritten Abbildung dargestellte Index für selbst genutztes Wohneigentum setzt sich aus den Preisindizes für Eigenheime und Eigentumswohnungen zusammen, wobei die beiden Segmente entsprechend ihrer Bestände im Basisjahr gewichtet wurden.

vdp-Preisindex für Eigenheime in Deutschland
vdp-Preisindex für Eigentumswohnungen in Deutschland

vdp-Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum in Deutschland

Ausgehend vom Jahr 2003 lässt sich über den gesamten Zeitraum ein Anstieg der Preise von gut 10,9 % für Einfamilienhäuser und 11,0 % für Eigentumswohnungen feststellen. Beide Zeitreihen weisen einen Anstieg auf, der 2009 in eine Seitwärtsbewegung übergegangen ist. Seit der Jahresmitte 2010 zeigen beide Indizes wieder eine Aufwärtsbewegung. Der auf Grundlage beider Zeitreihen berechnete Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum steigt über den gesamten Beobachtungszeitraum um 10,9 % an.

vdp-Indizes für Büroimmobilien

Die nachstehenden Abbildungen zeigen die Entwicklung der Neuvertragsmieten für Büroflächen, die Entwicklung des Liegenschaftszinssatzes und den aus beiden Größen abgeleiteten Kapitalwertindex für Büroimmobilien.

vdp-Mietindex für Büroflächen in Deutschland

vdp-Liegenschaftszinsindex für Büroimmobilien in Deutschland

vdp-Kapitalwertindex für Büroimmobilien in Deutschland

vdp-Indizes für Mieten und Kapitalwerte auf dem Büroimmobilienmarkt in Deutschland

Der vdp-Mietindex für Büroflächen zeigt über die vergangenen acht Jahre insgesamt gesehen eine stabile Entwicklung. Unterbrochen von den für den Büromarkt typischen zyklischen Schwankungen ist das Gesamtbild von einer Seitwärtsbewegung geprägt. Im dritten Quartal 2011 lag der Mietindex nur leicht unter dem Wert, der 2003 festgestellt wurde. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Finanzmarktkrise und der darauf folgende Einbruch in der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Deutschland nur eine gebremste Wirkung auf die Entwicklung der Büromieten hatte. 2010 konnte der Rückgang der Büromieten aus dem Jahr 2009 bereits zur Hälfte wieder ausgeglichen werden.

Eine etwas höhere Volatilität als der Mietindex zeigt der vdp-Kapitalwertindex für Büroimmobilien. Sie erklärt sich dadurch, dass Investoren in zyklischen Abschwungphasen vorsichtiger agieren und eine höhere Risikoprämie verlangen. Vor allem während der Finanzmarktkrise war das Marktverhalten durch eine vergleichsweise hohe Risikoaversion geprägt. Mit zunehmender Klarheit über die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich aber die für das Investitionsrisiko zu zahlende Prämie wieder reduziert. Dies und die leicht steigenden Mieten begründen, warum die Wertentwicklung in den letzten Quartalen tendenziell wieder von einer leichten Aufwärtsentwicklung geprägt war.



  • Indexwerte zum Download


Sämtliche Indexwerte können Sie hier in tabellarischer Form abrufen:

vdp-Immobilienpreisindex-vdp_Property_Price_Index_QI2003-QIII2011.xls
Weiterführende Informationen zur vdp-Transaktionsdatenbank und zu den methodischen Grundlagen des darauf aufbauenden Auswertungskonzeptes finden Sie in unseren Publikationen „Professionelles Immobilienbanking – Fakten und Daten“, Ausgaben 2007/2008 (S. 50 ff.), 2008/2009 (S. 66 ff.), 2009/2010 (S. 43 ff.), 2011/2012 (S. 56 ff.) und unserem Jahresbericht  2010 (S. 49 f.) (siehe auch unsere Pressemitteilung vom 15.11.2011). 
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