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Finanzierung von Gewerbeimmobilien
Die gesamtwirtschaftliche Schwäche in Deutschland zu Beginn des Jahres 2025 wurde durch verschiedene Unsicherheiten, insbesondere den protektionistischen Maßnahmen der USA, verstärkt. Dennoch hellt sich der Ausblick auf: Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose von 0,1 % auf 0,3 % BIP-Wachstum im Jahr 2025 angehoben. Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem privaten Konsum, der von gestiegenen Realeinkommen und einer sinkenden Sparquote profitiert. Auch die Exporte legten spürbar zu, getragen von Vorzieheffekten im Vorfeld neuer US-Zölle. Dank finanzpolitischer Impulse und niedriger Zinsen zieht die Investitionsbereitschaft an, was sich in steigenden Auftragseingängen, Transaktionen und Baugenehmigungen zeigt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich bislang weitgehend stabil, gleichwohl ist die Arbeitslosenquote infolge der gesamtwirtschaftlichen Schwäche gestiegen.
Die Kreditvergabe im Gewerbeimmobilienbereich zeigte sich stabil und stieg im Vergleich zum Vorjahreswert von 10,5 Mrd. Euro um 11,4 % auf 11,7 Mrd. Euro. Die verhaltene konjunkturelle Entwicklung, kombiniert mit strukturellen Veränderungen im Büroimmobiliensektor wirkt sich dämpfend auf das Immobilienmarktgeschehen aus. Angesichts des Fachkräftemangels bleibt das Homeoffice ein wichtiger Benefit für Beschäftigte, sodass viele Unternehmen planen, ihre Büroflächen zu reduzieren, unterzuvermieten oder geplante Anmietungen vorläufig zu pausieren. ESG-konforme Büroflächen in zentralen Lagen bleiben stark nachgefragt, während das Interesse an weniger attraktiven Objekten in peripheren Lagen spürbar abgenommen hat. Während die Kreditvergabe im Bürosegment einen Rückgang verzeichnete, stieg sie im Bereich Handels- und Hotelimmobilien im Vergleich zum Vorjahresquartal an.
Quelle: vdp auf Grundlage von Angaben seiner Mitgliedsinstitute