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vdp/vdpb-Event in Brüssel

Brüssel,

Wie sieht die europäische Finanzmarktpolitik in der nächsten Legislatur aus? Diese Frage erörterten gestern – auf Einladung des Verbands der privaten Bausparkassen und des vdp – die beiden Mitglieder des ECON-Ausschusses Dr. Stefan Berger, MdEP, und Engin Eroglu, MdEP. Sie waren sich einig, dass die Kapitalmarktunion das wichtigste finanzpolitische Handlungsfeld für die kommenden Jahre sei.

Ein wesentliches Element sei dabei die Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes. Jens Tolckmitt betonte in dem Zusammenhang, dass der vdp das Vorhaben grundsätzlich befürworte, allerdings für eine strikt risikosensitive Behandlung von Verbriefungen plädiere. Mit Blick auf aktuelle Diskussionen wies er zudem darauf hin, dass ein funktionierender Markt wie der europäische Hypothekenmarkt keine staatlichen Garantien benötige. Eroglu stimmte ihm zu: Staatliche Garantien dürfe es nicht geben, sie stellten eine katastrophale Planwirtschaft dar.

Angesprochen auf die seitens der EU angestrebte Entbürokratisierung erklärte Dr. Berger, dass die Regulierungsflut in der Tat dringend eingedämmt werden müsse, wenn Europa im globalen Wettbewerb wieder erfolgreicher werden wolle. Die Finanzindustrie müsse wieder ertüchtigt werden; davon würde die Realwirtschaft profitieren, hob Eroglu abschließend hervor.

Fachkundig moderiert wurde die Gesprächsrunde von Dr. Detlef Fechtner, Chefreporter der Börsen-Zeitung. Das Event, das rund 80 Gäste anzog, fand in der Vertretung des Landes Hessen in Brüssel statt. Unser herzlicher Dank für die Gastfreundschaft gilt Marco Reuter sowie Christian König für die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung.

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Carsten Dickhut

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Gut besuchte Covered-Bond-Konferenz in Budapest

Berlin,

Am 10. und 11. Oktober 2024 blickte die Covered-Bond-Community nach Budapest, wo die 26. Central European Covered Bond Conference (CECBC) stattfand.

Rund 80 Covered-Bond-Spezialist:innen aus ganz Europa, darunter Analyst:innen sowie Vertreter:innen von Banken, Ratingagenturen und Aufsichtsbehörden, nahmen teil. Ziel der jährlich stattfindenden CECBC ist es, einem engen Kreis von Fachleuten den Austausch über grundsätzliche Aspekte von Covered-Bond-Gesetzen und Aufsichtsfragen zu ermöglichen. Veranstalter war in diesem Jahr der vdp in Kooperation mit dem Ungarischen Bankenverband und der Ungarischen Nationalbank.

In vier verschiedenen Panels wurde über folgende aktuelle Themen diskutiert:

  • CBD-Call for Advice (geleitet von Sascha Kullig, Mitglied der vdp-Geschäftsleitung): Erläutert wurden die Ergebnisse der bisherigen Harmonisierung und die Frage, ob weitere Harmonisierungsschritte für Covered Bonds notwendig seien.
  • Green Covered Bonds / ESG (geleitet von Gyula Nagy, MHB Mortgage Bank, Budapest). Hauptthema war auch hier die EU-Regulierung, insbesondere die Frage, was „grün“ ist. Einigkeit bestand darin, dass z. B. in der Gebäudesanierung in den unterschiedlichen Mitgliedstaaten unterschiedliche Bedürfnisse bestehen.
  • Cross Border Cover Assets (geleitet von Viktor Juhász, Unicredit Bank Budapest, und Dr. Tim Lassen, Mitglied der vdp-Geschäftsleitung). Deutlich wurde hier das große Interesse in kleineren Märkten, die Basis für Covered Bonds durch ausländisches Deckungsgeschäft zu erweitern. Diskutiert wurden dabei die unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Hindernisse.
  • Property Value (geleitet von Annett Wünsche, Mitglied der vdp-Geschäftsleitung) zu verschiedenen nationalen Herangehensweisen an die Umsetzung des Property Value und zu (möglichen) Auswirkungen auf den Pfandbrief.

Die nächste CECBC – es wird dann die 27. Veranstaltung dieser Art sein – wird voraussichtlich Anfang November 2025 in Berlin stattfinden. Die Vorbereitungen hat der vdp bereits aufgenommen.

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„Weiterer Zinssenkungsschritt der EZB gerechtfertigt“

Berlin,

vdp plädiert für weiterhin situatives Vorgehen

Die heute von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene Senkung des Einlagesatzes um 25 Basispunkte auf 3,25 % ist aus Sicht des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) gerechtfertigt und sinnvoll.

„Die weitere Zinssenkung durch die EZB ist sachgerecht und zu begrüßen“, kommentierte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt die Entscheidung der Notenbank. „Für den Zinssenkungsschritt sprechen die weiter rückläufige Inflation und die schwachen Konjunkturdaten“, so Tolckmitt.

Während der grundsätzliche Kurs der Lockerung der Geldpolitik gerechtfertigt erscheint, muss damit gerechnet werden, dass die Inflationsraten in den nächsten Monaten auch noch einmal ansteigen können. Deshalb ist ein weiterhin behutsames Vorgehen der EZB auf Basis der jeweiligen Datenlage zu befürworten.

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„Zinssenkung der EZB ist zu begrüßen“

Berlin,

vdp befürwortet Entscheidung der EZB und verweist auf weiterhin bestehende Unsicherheiten

Die heute beschlossene Reduzierung des Einlagesatzes um 25 Basispunkte auf 3,5 % durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist aus Sicht des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) der richtige Schritt:

„Die heutige Zinssenkung der EZB ist sachgerecht und zu begrüßen“, kommentierte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt mit Verweis auf die aktuell zurückgehende Inflationsrate. Die Entscheidung sei ein wichtiges Signal an die Märkte, dass die Phase des zweijährigen Zinsanstiegs endgültig beendet sei. „Für alle Marktakteure steigt damit die Planungssicherheit, was Transaktionen deutlich erleichtert.“

Dass die Zinssenkung nicht höher ausgefallen ist, stößt beim vdp ebenfalls auf Zustimmung: „Es bestehen hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung und der Geopolitik weiterhin erhöhte Unsicherheiten, die ein behutsames und schrittweises Vorgehen der Notenbank erforderlich machen“, betonte Tolckmitt.

Der Rückgang der Teuerung im Euroraum im August von plus 2,6 % auf plus 2,2 % im Juli ist vor allem auf eine spürbare Abnahme der Energiepreise (minus 3 %) zurückzuführen. Darüber hinaus verharren die Preise im Dienstleistungssektor nach wie vor auf einem hohen Niveau (plus 4,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Eine erneute Zunahme des Inflationsdrucks in den nächsten Monaten ist aus Sicht des vdp nicht auszuschließen.

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Wohnimmobilienmarkt im Fokus

Berlin,

vdp Immobilien-Forum 2024 beleuchtet den Markt für Wohnimmobilien

Das Immobilien-Forum des vdp am 5. September 2024 in Berlin lieferte Informationen über Trends im Markt für Wohnimmobilien und fokussierte sich dabei stark auf die Aussichten für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Knapp 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung in Berlin in Präsenz teil. Weitere rund 400 Teilnehmer:innen nutzten den virtuellen Zugang.

vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass es sich beim Thema Wohnen nicht nur um einen Markt, sondern ganz zentral um eine gesellschaftspolitische Herausforderung handelt. In Deutschland werde zu wenig Wohnraum geschaffen, es fehle besonders an bezahlbarem Wohnraum. Vor allem in Großstädten sei der Erwerb von Wohneigentum für sehr viele Haushalte zum reinen Wunschdenken geworden. Dramatisch sei zugleich, dass sich immer mehr Menschen auch die gestiegenen und wohl weiter steigenden Mieten nicht mehr leisten könnten. Dies habe Potenzial für gesellschaftliche Spannungen und spiele – wie eben bei zwei Landtagswahlen geschehen – extremistischen Parteien in die Hände. Das Problem sei der Bundesregierung durchaus bewusst, sie habe 2022 das „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ etabliert und endlich auch ein eigenes Ministerium, mit einer engagierten Ministerin an der Spitze, etabliert. Der Großteil der bisher vom Ministerium verabschiedeten Maßnahmen sei zwar zielführend, reiche aber nicht aus, um neuen Wohnraum im benötigten Umfang zu schaffen. Es brauche mehr Unterstützung, vor allem auch finanzieller Art seitens des Bundes und der Länder.

Im Anschluss gab Thomas Hofer, vdp-Bereichsleiter Immobilienmarkt und -finanzierung, einen Überblick über die Nachfrage nach Wohnimmobilienkrediten. Diese sei ab Mitte 2022 infolge des kräftigen Zinsanstiegs deutlich zurückgegangen. Große Teile der mittleren Einkommensgruppen seien aufgrund gestiegener Immobilienpreise und höherer Zinsen als Nachfrager ausgefallen. Positive Anzeichen gäbe es jetzt, da sich die Darlehenszinsen stabilisiert hätten und steigende Löhne und eine geringere Inflationsrate den Ausgabenspielraum der Haushalte erhöhen würden. Steigende Mieten ließen zudem den Wohneigentumserwerb wieder attraktiver erscheinen. Entsprechend nehme die Nachfrage nach Finanzierungen wieder zu.

Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) beleuchtete das Thema „Mangelware Wohnung“. Für ihn sei u. a. der Fachkräftemangel und die geringe Produktivität der Baubranche für die geringe Anzahl von Wohnungsneubauten verantwortlich. Da das Wohnungsangebot in Deutschland jetzt schon viel zu gering sei und der Nettozuwanderungsbedarf bei jährlich 400.000 bis 500.000 Mensch läge, sei es dringend erforderlich, die Produktivität in der gesamten Wertschöpfungskette des Baus zu steigern. Dies wäre beispielsweise über Aufstockungen von Gebäuden, aber vor allem durch vermehrt serielles Bauen zu erreichen. Als Beispiel nannte er Dänemark, hier liege der Anteil von Wohnungen aus serieller Fertigung mittlerweile bei 40 Prozent. Bisher würden eine ausufernde Regulierung, geringe Skaleneffekte im Bau sowie Rechtsunsicherheiten bei Innovationen die nötigen Produktionsfortschritte verhindern. Wichtig sei, und das gelte auch für die ESG-Regulierung, sich auf Zielsetzungen und nicht auf Standards zu konzentrieren, so Professor Voigtländer.

Fabian Viehrig, Leiter Bauen und Technik beim Branchenverband GdW, forderte „Mehr Tempo für bezahlbares Wohnen“. Er zeigte sich besorgt, dass der darbende Wohnungsbau und die fehlende Erholung bei den Baugenehmigungen zum Verlust von Kapazitäten in der Bauindustrie führen könnten. Diese seien dann endgültig verloren und stünden bei einer Erholung nicht mehr zur Verfügung. Es gelte, entsprechende Konzepte zu entwickeln, mit denen weniger Menschen mehr bauen könnten. Zielführend seien aus seiner Sicht die stärkere Nutzung von seriellen und modularen Bautechnologien, hierbei würden u. a. verstärkt vorgefertigte Teile zum Einsatz kommen. Der GdW habe hierzu Rahmenverträge für serielles und modulares Bauen entwickelt. Viehrig zeigte sich überzeugt, dass im Rahmen dieser Konzepte Wohnungen errichtet werden könnten, die eine Miete von 14 Euro erforderten. Niedrigere Mieten seien aber nur durch mehr finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand möglich.

Die folgende Paneldiskussion stellte die Frage in den Mittelpunkt, ob die im Bündnis bezahlbares Wohnen beschlossenen Maßnahmen ausreichen.

Als Gäste nahmen an der Diskussionsrunde teil:

Sandra Wehrmann, Mitglied des Vorstands der degewo,
Christian Schmid, Mitglied des Vorstands der Helaba,
Prof. Dr. Michael Voigtländer, Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Sie diskutierten mit dem Moderator Michael Fabricius, Immobilienredakteur der WELT.

Sandra Wehrmann zeigte auf, wie sich die Bauleistung der degewo jüngst verändert habe. Aufgrund gestiegener Zinsen und Baukosten und Änderungen bei KfW-Förderdarlehen würden 2025 weniger Wohnungen fertiggestellt als dieses Jahr (1.500 Wohneinheiten). Ab 2026 sei wieder mit einer höheren Anzahl neuer Wohnungen zu rechnen. Derzeit könnten Wohnungen fertiggestellt werden, die durchschnittlich 15 Euro Miete erforderten. Bei dieser Kalkulation sei aber zu berücksichtigen, dass die degewo jeweils 50 % frei finanzierte und 50 % geförderte Wohnungen errichten würde.

Mit Blick auf die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes zeigte sich Christian Schmidüberzeugt, dass in vielen Segmenten eine Preisstabilisierung stattfinde. Dabei sei aber zu beachten, dass die Differenzierung auch innerhalb der Asset-Klassen und der Lagen zunehme. Bei guten Lagen und guter Qualität sei die Bodenbildung erkennbar, bei Wohnimmobilien seien sogar wieder höhere Preise absehbar.

Auf die immer wichtiger werdende Bedeutung von ESG-Aspekten wies Professor Voigtländer in der Diskussion hin. Das Ziel, in Deutschland ab 2045 ohne den Einsatz fossiler Energie auszukommen, begrüße er ausdrücklich. Allerdings gelte es jetzt, sich auf den verstärkten Einsatz von erneuerbarer Energie zu fokussieren. Deutschland „fördere sich zu Tode“ und habe sich „verrannt“, was detailreiche Standards angehe, so Voigtländer. Nachdem das Ziel klar sei, müssten die Wege zu dessen Erreichung für die Marktteilnehmer frei sein.

Gleicher Meinung ist Sandra Wehrmann, die sich wünschte, dass vor allem Fernwärme grün wird, da hier große Effekte erzielbar seien. Dagegen bringe maximale Gebäudesanierung die geringsten Effekte, der Energieverbrauch ginge durch solche Maßnahmen relativ wenig zurück. Als Belastung für die Umsetzung energetischer Maßnahmen in Neubau und Sanierung sieht sie das Fehlen von Fachexperten im Bausektor für diese Themen.

Hart mit der ESG-Regulierung ins Gericht ging Christian Schmid. Die Transformation von Immobilien von „braun“ zu „grün“ sei praktisch nicht vorgesehen. Darüber hinaus fehle es in Europa an Innovationen, hier würden kleinteilige Maßnahmen beschlossen und mögliche Projekte wie „CO2-Speicher“ vernachlässigt. Auch Professor Voigtländer wünschte sich andere Schwerpunkte bei der ESG-Regulierung. Politik und Regulierung sollten viel stärker auf den CO2-Preis setzten, hier habe z. B. Schweden mit deutlich höheren Preisen spürbare Erfolge bei der CO2-Reduzierung erzielt. In die Forderung von Christian Schmid, nicht dauernd über Dämmung zu reden, sondern bei der nachhaltigen Transformation endlich auch über neue Technologien, stimmte die Diskussionsrunde ein.

Hier gelangen Sie zu den Event-Fotos und Präsentationen.

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vdp begrüßt Zinssenkungsschritt der EZB

Berlin,

“Phase dynamischer Zinserhöhungsschritte gehört der Vergangenheit an“

Die heutige Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte ist aus Sicht des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zu begrüßen. Auch wenn die Auswirkungen auf die langfristigen Kapitalmarkt- und Kreditmarktzinsen überschaubar bleiben sollten, da der Schritt schon allseits erwartet worden ist und langfristige Zinsen durch vielerlei Faktoren beeinflusst werden, erhalten beispielsweise Immobilieninvestoren wieder mehr Planungssicherheit und die Nachfrage nach entsprechenden Finanzierungen könnte sukzessive wieder belebt werden.

„Die Phase dynamischer Zinserhöhungsschritte nach viel zu langem Attentismus der Zentralbank gehört damit der Vergangenheit an“, kommentierte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp. „Die Leitzinssenkung ist nachvollziehbar und erfolgt auch zum richtigen Zeitpunkt. Die EZB ist aus Sicht des vdp aber gut beraten, vor weiteren nächsten Zinssenkungsschritten die Inflationsentwicklung in Bezug auf den binnenwirtschaftlichen Preisdruck und hierbei vor allem die weitere Lohnentwicklung zu analysieren. Für umfangreiche Zinssenkungen ist es momentan noch zu früh, da die Teuerung noch nicht auf dem Zielniveau der Notenbank gelandet ist“, so Tolckmitt.

Die heutige Zinssenkung erfolgt rund neun Monate nach der letzten Erhöhung am 14. September 2023. Insgesamt hatte die EZB seit 2022 mit zehn Leitzinserhöhungen innerhalb von 14 Monaten die Leitzinsen um 450 Basispunkte erhöht. Dies ist die größte und steilste Folge von Zinserhöhungen in der Geschichte der Währungsunion gewesen.

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Stärkung der deutschen Festzinskultur

Berlin,

Vorfälligkeitsentschädigung ist europarechtlich zulässig / EuGH-Entscheidung wird begrüßt

Die Pfandbriefbanken begrüßen die heutige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Demnach ist die in Deutschland übliche Berechnungsweise der Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Tilgung von Darlehen europarechtlich zulässig.

„Die heutige EuGH-Entscheidung ist im Sinne aller Marktakteure – zum einen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn sie stärkt die deutsche Festzinskultur, die seit jeher ein Garant für die Stabilität des Immobilien- und Finanzmarkts Deutschlands ist. Und zum anderen schafft sie wichtige Planungssicherheit für Kreditinstitute“, erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. „Erfreulich ist auch, dass nach der EuGH-Entscheidung kein Handlungsbedarf für den deutschen Gesetzgeber besteht.“

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Diskussionen zu Rechtsfragen und Herausforderungen der Covered Bond-Gesetzgebung

Berlin,

Eindrücke von der 25. Central European Covered Bond Conference in Graz

Am 5. und 6. Oktober 2023 führte der vdp in Kooperation mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark die 25. Central European Covered Bond Conference in Raaba-Grambach (bei Graz) durch. Die Aufteilung in vier Panels à 90 Minuten ermöglichte es, grundlegende Rechtsfragen zur Covered Bond (CB)-Gesetzgebung und zur Aufsicht über CB-Emittenten im Detail zu erläutern und zu diskutieren. Schaubilder zur Rechtslage in Europa aus den beiden vdp-Projekten zum Rechtsvergleich von Grundpfandrechten und von Covered Bond-Gesetzen verdeutlichten das pittoreske Bild sowohl von Grundsatzfragen als auch von rechtlichen Details in Europa.

Nachdem in Panel 1 unter der Moderation von Jochen Deiss, Treasurer der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, das Standardthema jeder CB-Konferenz, nämlich die EU Covererd Bond-Richtlinie (CBD) und deren Auslegungsbedarf besprochen worden waren, wurden drei für CB-Konferenzen neue Themen diskutiert.
Panel 2, moderiert von Andras Botos, Leiter Recht bei der ungarischen Entwicklungsbank MFB, konzentrierte sich auf die Art und Weise, wie CB-„Recht“ geschaffen wird, und was es rechtlich bedeutet, dass Aufsichtsbehörden mehr und mehr sogenanntes „soft-law“ bilden, deren Charakter als „soft“ man durchaus bezweifeln kann.

Sascha Kullig, Mitglied der vdp-Geschäftsleitung, moderierte Panel 3 zu Green CBs, allerdings mit dem Fokus auf „Wie kann man grüne Deckungswerte sicherstellen?“. Hier zeigte sich, dass viele Hypothekenkreditgeber (und CB-Emittenten) immer noch Schwierigkeiten haben, die richtigen Klauseln in Hypothekenkreditverträgen zu formulieren, um grüne Hypotheken zu schaffen und sie grün zu halten. Aufgrund fehlender Daten über Gebäude und Datenschutzbestimmungen ist es schwierig, künftige rechtliche Entwicklungen während der Laufzeit eines langfristigen Hypothekendarlehens vorherzusehen.

Das Thema von Panel 4, moderiert von Andreas Luckow, stv. Bereichsleiter Deckungswerte beim vdp, wurde zum ersten Mal auf einer CB-Konferenz behandelt: Gebäudeversicherung und Deckungsstock. Allgemeines Bankrecht und die CBD sehen vor, dass Gebäude gegen alle relevanten Risiken versichert sein müssen. Doch was ist relevant und in welchem Umfang? Und wie kann sichergestellt werden, dass ein eventueller Schadensfall die Sicherheit, die das Gebäude als Teil des verpfändeten Grundstücks bietet, nicht mindert? Die Schaubilder des Vortrags zeigten deutlich, dass es in Europa unterschiedliche Ansätze zur Beantwortung dieser Frage gibt.

vdp-Geschäftsführer Dr. Otmar Stöcker zog nach Abschluss der Veranstaltung ein positives Fazit: „Das Ziel der Konferenzreihe, allen Teilnehmern wertvolle Inhalte mitzugeben, konnte erneut erreicht werden.“

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„Zinserhöhungsschritt der EZB nachvollziehbar“

Berlin,

Die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte zu erhöhen, ist aus Sicht des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) nachvollziehbar. Innerhalb von lediglich 14 Monaten erfolgten damit Erhöhungen des Hauptrefinanzierungssatzes um 450 Basispunkte auf derzeit 4,50 %. Die bisherigen Zinserhöhungen hatten noch nicht den von der Zentralbank erwünschten Effekt, kommentierte der Verband in einer Stellungnahme zur heutigen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der vdp rechnet damit, dass sich die schwache Konjunkturentwicklung dämpfend auf die Teuerungsentwicklung auswirken wird. Im August dieses Jahres hatte die Inflationsrate für den Euroraum bei 5,3 % stagniert, die Kerninflationsrate (ohne Energie und Lebensmittel) ging leicht von 5,5 % auf 5,3 % zurück.

„Die heutige Zinserhöhung passt durchaus zur noch nicht ausreichend rückläufigen Inflationsentwicklung“, kommentierte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp. „Die Notenbank hat über die über die heutige Entscheidung hinaus unverändert die künftige Entwicklung kritisch zu analysieren. Im Falle des Ausbleibens einer spürbaren Reduzierung der Teuerungsrate sollte sie eine weitere Leitzins-Erhöhung ins Auge fassen. Das Inflationsziel von 2 %, das 2025 erreicht werden soll, ist noch meilenweit entfernt“, so Tolckmitt. „Sollte hingegen die schwache Konjunktur inflationsdämpfend wirken, wäre vorwärtsgerichtet auch eine Zinspause gerechtfertigt.“

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Büroimmobilienmarkt im Fokus

Berlin,

vdp Immobilien-Forum 2023 liefert Fachinformationen zu Trends im Büroimmobilienmarkt und New Work

Das Immobilien-Forum des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) am 11. September 2023 in Berlin lieferte Informationen über Trends im Markt für Büroimmobilien und gab Einblicke in das Konzept „New Work“. Knapp 70 Gäste nahmen an der Veranstaltung in Berlin in Präsenz statt. Gut 160 Teilnehmer:innen nutzten den digitalen Zugang.

Jens Tolckmitt, 
vdp-Hauptgeschäftsführer skizzierte in seiner Begrüßungsansprache die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Büroimmobilienmarkts. Belastend wirke derzeit vor allem das unsichere gesamtwirtschaftliche Umfeld. Die deutsche Wirtschaft leide u. a. unter den gestiegenen Energiepreisen, hohen Steuern, dem sich verstärkenden Fachkräftemangel und einer erdrückenden Bürokratie. In diesem Umfeld zeige sich der Büroimmobilienmarkt verspannt. Vor allem gingen von den stark gestiegenen Zinsen unvermeidliche Preisanpassungen aus. Für Planungsunsicherheit sorgten darüber hinaus die oftmals nicht zielführende politische Agenda hin zu mehr Nachhaltigkeit und die Frage nach den künftigen Trends bei Homeoffice. Als Hoffnungsschimmer nannte Tolckmitt die Entwicklung der Büromieten, die dynamisch stiegen und darauf hindeuteten, dass der Büroimmobilienmarkt allmählich wieder anspringen könnte. Dazu sei es aber notwendig, dass sich die Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung deutlich reduzierten.

In ihrem Ausblick für den Büroimmobilienmarkt gab
Hildegard Höhlich
vom vdp einen ausführlichen Überblick über den Nutzer- und Investmentmarkt für Büroimmobilien. Unternehmen stellten weiterhin ihren Flächenbedarf und die entsprechenden Arbeitsweltkonzepte auf den Prüfstand. Der künftige Flächenbedarf sei in vielen Unternehmen noch ungeklärt. Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung sei mit einem weiteren Anstieg des Leerstands zu rechnen. Auf dem Investmentmarkt bestünden Unsicherheiten in Bezug auf künftige Wünsche der Nutzer und deren Flächenbedarf. Der Fokus liege bei Nutzern und Investoren auf ESG-konformen Immobilien in guten und sehr guten Lagen. Diese hohen Lage- und Qualitätsanforderungen führten zu einer zunehmenden Spreizung der Miet- und Kaufpreisentwicklung. Insgesamt sei für die nächsten Monate mit einem weiteren Preisrückgang bei Büroimmobilien zu rechnen.

Einen Einblick in die neue Arbeitswelt („New Work“) gab
Deborah Reicherts,
Head of New York and Workplace Transformation bei der LBBW Corporate Real Estate Management. Sie zeigte sich überzeugt, dass Büros unverändert ihre Berechtigung hätten, aber neue Konzepte notwendig seien, um Talente anzuziehen, Mitarbeiter:innen wieder in Büros zu locken und dort eine Plattform zur Kommunikation zu schaffen. Aus ihrer Sicht werde das Büro der Zukunft halb so groß, aber doppelt so cool! An einigen Beispielen zeigte sie auf, wie Bürowelten zu einem Ort der Begegnung weiterentwickelt werden können und gleichzeitig die Flächeneffizienz erhöht werden kann.

Kritik an Ausmaß der Regulierung

Die anschließende Diskussionsrunde drehte sich um die Frage, wie die Flächen- und ESG-Transformation bei Büroimmobilien gelingen und finanziert werden kann. Die Gäste

Maria Teresa Dreo-Tempsch, Mitglied des Vorstands der Berlin Hyp,

Sven Carstensen, Mitglied des Vorstands von Bulwiengesa,

Frank Müller-Rosentritt, Mitglied des Bundestags und FDP-Berichterstatter für Banken im Finanzausschuss,

Jochen Schenk, Vorsitzender des Vorstands der Real I.S. und Vizepräsident des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA),

diskutierten mit dem Moderator

Michael Fabricius, Immobilienredakteur der WELT.

Die Panel-Teilnehmer:innen waren sich einig, dass die derzeitige ESG-Regulierung nicht geeignet sei, die Klimaziele der Bundesregierung – bis 2045 Klimaneutralität zu sichern – zu erreichen. Der Regulierungsfokus liege häufig viel zu stark auf energetisch optimierten Neubauten, dabei sei der große Hebel die energetische Optimierung des Bestands. Im Bestand und auch bei Neubauten würde die Transformation nicht ohne eine Ausweitung der Bereitstellung „grüner“ Energie und auch nicht über Nacht gelingen. Apropos Transformation: Gerade die Förderung der Transformation von bisher „braunen“ Objekten zu „grünen“ Objekten sollte mehr im Fokus stehen. Zudem gebe es generell zu häufig Widersprüchlichkeiten innerhalb der diversen ESG-Regulierungen, die obendrein meist nicht eine CO2-Reduzierung ergäben. So führe beispielsweise die EU-Taxonomie zu einer Fehlallokation von Kapital, ohne dass energetisch Erfolge erzielt werden könnten. Generell sei die ESG-Regulierung zu überambitioniert und es bestehe ein großer Zielkonflikt zwischen ESG-Zielen und deren Bezahlbarkeit. So bestünden zwischen den Top-7-Städten und dem ländlichen Bereich, in dem sich mehr als 70 % der Büroflächen befänden, deutliche Unterschiede. Energetische Optimierungen, die sich in Top-7-Städten aufgrund der dort erzielbaren hohen Mieten möglicherweise durchführen ließen, seien beispielsweise bei Mieten von 8 Euro außerhalb der Großstädte nicht umsetzbar.

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