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Uneinheitliche Entwicklung der Immobilienpreise

Berlin,

vdp-Index verzeichnet im zweiten Quartal 2026 Verteuerung von Wohnimmobilien und Preisrückgänge bei Gewerbeobjekten

Die Immobilienpreise in Deutschland legten im zweiten Quartal 2026 insgesamt zu: Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 %. Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres gingen die Preise marginal um 0,1 % zurück.

Die dem vdp-Index zugrunde liegenden Daten werden seit 2010 von vdpResearch erhoben und decken die Preisentwicklung auf dem gesamten deutschen Markt für Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien ab. Grundlage ist die Auswertung echter Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten – damit hebt sich der vdp-Index von vielen anderen Preisindizes ab. Als Folge einer neuen Kooperation von vdpResearch und Deutscher Bundesbank erfolgte für einige Teil-Indizes zu Beginn dieses Jahres eine Anpassung der Index-Methodik. Als neues Basisjahr (Indexwert = 100) wurde 2022 definiert. Die historischen Daten wurden der neuen Methodik angepasst.

Zurückzuführen ist der Gesamtindex-Anstieg im Jahresvergleich auf die Wohnimmobilienpreise: Sie erhöhten sich von April bis Juni dieses Jahres um 1,9 %. Büro- und Einzelhandelsimmobilienpreise verzeichneten hingegen im Vergleich zum Vorjahresquartal Preisrückgänge von -1,2 % und -0,2 %.

„Erwartungsgemäß reagiert der Gewerbeimmobilienmarkt stärker als der Wohnimmobilienmarkt auf die geopolitischen Entwicklungen, die gestiegenen Inflationserwartungen und die Zinsentwicklung.“
vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt

„Erstmals seit anderthalb Jahren bewegten sich die Preise in den Objektklassen wieder uneinheitlich: Während Büro- und Handelsimmobilien im Preis nachgaben, zeigte sich bei Wohnimmobilien weiterhin ein Preisanstieg – allerdings weniger dynamisch als in den Vorquartalen“, kommentierte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Erwartungsgemäß reagiere der Gewerbeimmobilienmarkt stärker und unmittelbarer als der Wohnimmobilienmarkt auf die geopolitischen Entwicklungen, die in der Konsequenz gestiegenen Inflationserwartungen und die daraus resultierende Zinsentwicklung. Auch die verhaltene konjunkturelle Entwicklung wirke sich wenig überraschend stärker auf Gewerbeimmobilien aus als auf Wohnimmobilien, bei denen der fortbestehende Nachfrageüberhang weiterhin zu Preissteigerungen führe.

Wohnimmobilien: Mangel an Wohnraum lässt Mieten weiter steigen

Unter den Wohnimmobilien, die auf Jahressicht insgesamt einen Preisanstieg von 1,9 % aufwiesen, verteuerten sich Eigentumswohnungen am stärksten: Zwischen dem zweiten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 belief sich das Preiswachstum bei ihnen auf 2,6 %. Etwas geringer fiel das Wachstum bei Eigenheimen (2,0 %) und bei Mehrfamilienhäusern (1,6 %) aus. Mit Zuwächsen gegenüber dem ersten Quartal 2026 in Höhe von 0,3 % bei Mehrfamilienhäusern, 0,4 % bei Eigenheimen und 0,5 % bei Eigentumswohnungen entwickelten sich die Preise zuletzt auf vergleichbarem Niveau. Insgesamt ergab sich damit ein Gesamt-Preisanstieg bei Wohnimmobilien in Höhe von 0,3 % im Vorquartalsvergleich.

Die Lage auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt stellte sich von April bis Juni dieses Jahres unverändert angespannt dar. Der andauernde Mangel an Wohnungen ließ auch die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern weiter steigen: Mit 3,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten die Mieten allerdings eine geringere Zunahme als in den vergangenen Quartalen. Da sich die Neuvertragsmieten stärker als die Preise von Mehrfamilienhäusern erhöhten, nahm deren Rendite, gemessen am vdp-Index für Liegenschaftszinsen, zu: um 1,5 %.

„Wir unterstützen die angeschobenen Maßnahmen der Bundesregierung. Wichtig ist, dass diese jetzt zügig zur Umsetzung kommen und Wirkung entfalten.“
vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt

Die kürzlich erfolgte Ankündigung der Bundesregierung eines Baugesetzbuch-Upgrades sowie weiterer wohnungspolitischer und regulatorischer Vorhaben bewertete Tolckmitt positiv: „Dass Planungsverfahren drastisch beschleunigt werden sollen und von übertriebenen technischen Anforderungen abgewichen werden kann, ist genau das richtige Signal an alle Marktakteure.“ Zudem sei die nun angekündigte Abschaffung des sektoralen Systemrisikopuffers für Wohnimmobilienfinanzierungen, der die Finanzierung belaste, längst überfällig. Schon bei dessen Inkraftsetzung im Jahr 2022 habe die sachliche Rechtfertigung für diese Maßnahme gefehlt.

Auch die ebenfalls in Aussicht gestellte bundesgesetzliche Regelung, die die derzeit in Berlin intensiv diskutierte Vergesellschaftung großer privater Mietwohnungsbestände auf Landesebene verhindern soll, werde begrüßt: „Debatten über Maßnahmen, die Eigentum in Frage stellen, schaden dem Immobilienmarkt und dem Wirtschaftsstandort Deutschland erheblich – und zwar schon jetzt. Denn sie sorgen für die Abwanderung von privatem Kapital, das dringend für den Neubau benötigt wird.“ Jenseits dessen könnten die für eine Vergesellschaftung aufzubringenden staatlichen Mittel sinnvoller für die Schaffung von neuem, zusätzlichem Wohnraum eingesetzt werden, um die Mangelsituation zu reduzieren. Der vdp unterstütze alle angeschobenen Vorhaben der Bundesregierung, die der Schaffung von Wohnraum dienten. Wichtig sei, dass diese Vorhaben nun zügig zur Umsetzung kommen und Wirkung entfalten, damit der Wohnungsmarkt in mittlerer Frist tatsächlich angekurbelt werde.

Wohnen Top 7*: Hauptstadt erneut mit geringstem Mietwachstum

Die Top 7-Städte verzeichneten im Vorjahresvergleich mit 2,1 % einen etwas höheren Anstieg der Wohnimmobilienpreise als im gesamten Bundesgebiet. Unter den Ballungsräumen verteuerten sich Wohnobjekte in Hamburg (3,8 %) am stärksten, gefolgt von Köln (2,5 %), Frankfurt und Düsseldorf (jeweils 2.4 %) sowie München (2,3 %). Dahinter rangierten Berlin und Stuttgart mit Wachstumsraten von 1,6 % bzw. 0,7 %. Insgesamt fiel die Preiszunahme bei den Top 7-Städten deutlich geringer aus als im ersten Quartal, als noch vier Top 7-Städte Preissteigerungen von mehr als 4,0 % im Vergleich zum Vorjahr verbuchten.

Mit durchschnittlich 1,5 % erhöhten sich die Neuvertragsmieten in den Top 7-Städten spürbar geringer als in Gesamtdeutschland (3,2 %). Während das höchste Mietwachstum in Düsseldorf festzustellen war (3,6 %), verzeichnete Berlin erneut den geringsten Zuwachs (0,6 %). Gemessen am vdp-Liegenschaftszinsenindex, gaben die Renditen in den Ballungsräumen um 0,7 % nach.

Büro- und Einzelhandelsimmobilien: Preise geben nach

Anders als die Preise von Wohnimmobilien gaben die Preise von Büros und Handelsobjekten im zweiten Quartal 2026 nach (-1,2 % bzw. -0,2 %) – der erste Rückgang auf Jahressicht nach fünf Quartalen. Treiber waren die Entwicklungen am aktuellen Rand: Büropreise gingen um -1,5 % zurück, Einzelhandelsimmobilien um -0,7 %.

Während sich das Mietwachstum bei Büros im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 auf 2,7 % belief, betrug es bei Einzelhandelsimmobilien 1,5 %. Basierend auf den Preis- und Mietentwicklungen legten die Renditen, gemessen am vdp-Liegenschaftszinssatzindex, um 4,0 % bei Büros und um 1,6 % bei Handelsimmobilien zu.

„Eine ambitionierte Umsetzung der Reformagenda und die Beruhigung geopolitischer Konflikte können positive Implikationen für Konjunktur und damit den Gewerbeimmobilienmarkt haben.“
vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt

 „Die weitere Entwicklung der Gewerbeimmobilienmärkte hängt u. a. davon ab, ob bzw. wann eine Beruhigung der zahlreichen geopolitischen Konflikte erreicht und die von der Bundesregierung angekündigte Reformagenda umgesetzt wird und greift“, erklärte Tolckmitt. Beides könne positive Implikationen für die Konjunktur und damit den Gewerbeimmobilienmarkt haben, wenn die zahlreichen Herausforderungen ambitioniert angegangen würden.

Für die einzelnen vdp-Immobilienpreisindizes stehen interaktive Grafiken sowie die Rohdaten auf https://www.vdpresearch.de/preisindizes/ bereit.

* Die hier im Abschnitt „Top 7“ genannten Veränderungsraten basieren noch auf der früheren vdp-Index-Methodik. Sie unterscheiden sich temporär von den Werten, die der Top 7-Index der Deutschen Bundesbank ausweist. Spätestens zur ersten Index-Veröffentlichung im Jahr 2027 werden einheitliche Top 7-Werte berichtet.

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Pressemitteilung „vdp fordert konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors“

Berlin,

vdp fordert konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors

  • Die Richtung stimmt: EU-Kommission beschreibt in aktueller Mitteilung wichtigen Reformbedarf, konkret bewertbare Vorschläge fehlen
  • Weiter steigende Eigenkapitalbelastung wird nicht angemessen adressiert
  • Für vom Output-Floor betroffene deutsche Banken droht durch bereits beschlossene Regulierung von heute bis 2032 ein weiterer Eigenkapitalanstieg von rund 20 %
  • vdp fordert dauerhafte Fixierung des Output-Floors bei 50 % – wirksam, minimalinvasiv, ohne Gefährdung der Finanzstabilität

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) begrüßt grundsätzlich, dass die Europäische Kommission in ihrer jüngst veröffentlichten Mitteilung zur Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors zahlreiche Schwächen des bestehenden Regulierungsrahmens zutreffend identifiziert. Positiv ist insbesondere, dass in den Reformüberlegungen erstmals über eine reine Simplifizierung, also den reinen Abbau bürokratischen Übermaßes in der Regulierung, hinausgegangen wird.

Die Mitteilung der Kommission zeigt allerdings bislang nur recht allgemein Problemfelder und Handlungsmöglichkeiten auf, verzichtet hingegen auf die Entwicklung konkreter Lösungsansätze. Das wird – fast zwei Jahre nach dem Draghi-Report – der Dringlichkeit des Reformbedarfs in der überbordenden Bankenregulierung und der Dynamik der diesbezüglichen Entwicklungen in anderen Rechtsräumen nicht gerecht.

Unverständlich ist überdies, dass die EU-Kommission sich sehr intensiv dem Thema einer möglichen Konsolidierung im europäischen Bankenmarkt widmet, das Thema Kapitalentlastungen hingegen weiterhin nur untergeordnet adressiert. Sie lässt gerade damit Entwicklungen in anderen Regionen der Welt, vor allem in den USA, außer Acht und ignoriert wissentlich den negativen Zusammenhang zwischen Eigenkapitalhöhe/-niveau und der Kreditvergabefähigkeit von Banken.

„Die EU-Kommission gewichtet das Thema der weiter steigenden Eigenkapitalbelastungen in Europa bislang nicht ausreichend hoch und ignoriert damit Entwicklungen in anderen Regionen der Welt. So wird das Kreditvergabepotenzial europäischer Banken nicht hinreichend gestärkt“,

kommentiert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Die europäischen Banken fordern keine massiven Kapitalentlastungen, wie sie nun US-Instituten eingeräumt werden. Die durch die bisherigen Reformen – darunter vor allem Basel III – erreichte Stabilität soll nicht in Frage gestellt werden. Wenn jedoch der europäische Bankensektor – explizit auch aus Sicht von Aufsicht und Regulierern – heute bereits stabil und gut kapitalisiert ist, muss den in den nächsten Jahren der zu erwartenden weiteren starken Zunahme der Eigenkapitalbelastungen konsequent Einhalt geboten werden.

Für die in Deutschland vom Output-Floor betroffenen Banken bedeutet die bereits beschlossene Regulierung von heute bis 2032 einen weiteren Eigenkapitalanstieg um rund 20 %. Das ist nicht sachgerecht. Eine denkbare, minimalinvasive Lösung besteht in der dauerhaften Fixierung des Output-Floors auf seinem Einstiegsniveau von 50 %.

So würde ein Eigenkapital-Aufwuchs im „Autopilot-Modus“ verhindert, die Leistungsfähigkeit europäischer Banken wirklich gestärkt und zugleich die Finanzstabilität nicht beeinträchtigt. Zudem würde der Output-Floor damit endlich zu dem, wofür er zu Beginn eigentlich gedacht war: ein Backstop für die Kapitalunterlegung – anstatt einer alles bestimmenden Steuerungsgröße.

Der Anpassungsbedarf bei der Behandlung der Eigenkapitalunterlegung von Wohnimmobilienkrediten und ungerateten Unternehmenskrediten scheint inzwischen grundsätzlich erkannt. Eine Verstetigung der bislang befristet gewährten regulatorischen Privilegierung ist deshalb sachgerecht und auch dringend notwendig. Zugleich wäre auch eine vergleichbare Behandlung von bestimmten Gewerbeimmobilienfinanzierungen, die im Rahmen von Hard-Tests identisch geringe Ausfallraten nachweisen können, geboten.

In den Blick genommen werden sollte auch die prohibitive Eigenkapitalunterlegung von ADC-Finanzierungen (Acquisition, Development and Construction – die typische Finanzierungsform für Neubau und Sanierung von Immobilien). Sie ist ein eklatanter Konstruktionsfehler der europäischen Basel-III-Umsetzung. Denn die aktuelle Behandlung mit einem Risikogewicht, das dem eines ausgefallenen Kredits entspricht, ist nicht nur nicht sachgerecht, sie steht zudem den europäischen politischen Zielen der Schaffung von Wohnraum und der nachhaltigen Transformation des Gebäudebestands diametral entgegen.

Der vdp erwartet, dass den Analysen der Kommission nun schnell konkrete Gesetzgebungsvorschläge folgen, die die Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich stärken. Benötigt wird eine Anpassung, die die Bankenregulierung sach- und risikogerecht ausgestaltet, den erreichten Sicherheitsstandard wahrt und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und – noch wichtiger – die Leistungsfähigkeit der Kreditwirtschaft für die Realwirtschaft in den Fokus nimmt.

„Die Richtung stimmt. Den allgemeinen Analysen müssen nun aber zügig konkrete Maßnahmen folgen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Kreditwirtschaft tatsächlich spürbar verbessern“,

fordert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

„Ein wettbewerbsfähiger europäischer Bankenmarkt braucht einen Regulierungsrahmen, der risikosensitiv und einfach ausgestaltet ist. Nur so können Kreditinstitute ihre zentrale Aufgabe erfüllen: Investitionen, Wohnungsbau und nachhaltige Transformation zu finanzieren“, so Tolckmitt.

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Carsten Dickhut

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vdpConsulting als „Top Consultant“ ausgezeichnet

vdp-Tochter erhält Siegel für vorbildliche Beratung des Mittelstands

Die vdpConsulting AG (vdpC), ein Tochterunternehmen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), setzte sich beim Beratervergleich „Top Consultant“ durch und erhielt das Siegel für vorbildliche Beratung des Mittelstands. Die Preisverleihung fand Freitagabend im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit in Heidelberg statt.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Sie würdigt die engagierte Arbeit, die unser Team Tag für Tag bei mittelständischen Banken und Regionalbanken leistet“, kommentierte vdpC-Vorstand Christian Lehmann. „Besonders stolz macht uns, dass wir die Anerkennung unseren Kunden zu verdanken haben. Ihr positives Feedback ist für uns Ansporn, ihnen weiterhin eine qualitativ hohe Beratung zu bieten.“

Jens Tolckmitt, vdpC-Aufsichtsratsvorsitzender und vdp-Hauptgeschäftsführer, fügte hinzu: „Die vdpConsulting hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt, hinter ihr liegt ein erfolgreiches Jahr. Als Boutiqueberatung für Banken, die Spezial Know-how rund um die Immobilienfinanzierung und die besicherte Refinanzierung bündelt, ist sie im gegenwärtigen Marktumfeld sehr gut aufgestellt.“

Der Preis resultiert aus einer wissenschaftlichen Kundenbefragung, die die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) im Auftrag von compamedia, dem Ausrichter von „Top Consultant“, durchgeführt hat. Im Mittelpunkt der Befragung steht die Kundenzufriedenheit und die Bereitschaft zur Weiterempfehlung. Nach Auswertung aller Antworten hat sich vdpC als eines der besten Beratungshäuser durchgesetzt. Bei der Preisübergabe hieß es von Seiten der Veranstalter, dass das Unternehmen in diesem Jahr mit seiner ausgeprägten Mittelstands-Kompetenz im Kundensegment Banken überzeugt habe.

Die vdpC berät ihre Kunden hinsichtlich Strategie-, Fach- und Umsetzungsthemen aus den Bereichen Kreditgeschäft, Immobilienbewertung, Refinanzierung, Risiko- und Liquiditätsmanagement und Banksteuerung. Das Unternehmen begleitet Banken, Sparkassen und Finanzdienstleister, die die Expertise, Branchenkenntnis und jahrelange Erfahrung der Berater schätzen.

Die Prüfkriterien und weitere Details zum Beratervergleich „Top Consultant“ sind auf www.top-consultant.de abrufbar.

 

Über die vdpConsulting AG

Die vdpConsulting AG ist eine in Hamburg ansässige Beratungsboutique mit einer Spezialisierung auf die deutsche Kreditwirtschaft. Sie berät ihre Kunden in Strategie-, Fach- und Umsetzungsthematiken aus den Bereichen des Kreditgeschäfts, der Immobilienbewertung, der Refinanzierung, des Risiko- und Liquiditätsmanagements und der Banksteuerung. Das Unternehmen ist Marktführer in der Beratung zu Pfandbrieflizenzanträgen für Banken in Deutschland. Seine strategische Ausrichtung fokussiert auf fachliche Exzellenz und Qualitätsführerschaft. Das Team der vdpConsulting AG versteht sich als Coaches und macht Projektarbeit Hand in Hand mit internen Mitarbeitenden der Kunden, um Veränderungen nachhaltig zu verankern und einen langfristigen Wertbeitrag zu generieren. Die Beratungsgesellschaft strebt in ihrer Strategie 2028 einen klaren Wachstumskurs an, der durch die Einbindung in ein leistungsstarkes Netzwerk ermöglicht wird. Dieses Netzwerk begründet sich im Besonderen durch den Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) als einem der fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft und Miteigentümer der vdpConsulting AG.

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vdp-Emissionsklima verzeichnet leichte Einbußen

Grundstimmung der Pfandbrief-Expert:innen weiterhin positiv

Bei den vdp-Mitgliedsinstituten ist eine leichte Stimmungseintrübung am Markt für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen zu verzeichnen.  Bei allen drei Scores sind allerdings weiterhin positive Werte ermittelt worden. Dies ist das Ergebnis der achten Befragung zum vdp-Emissionsklima.

Beim Score für unbesicherte Bankanleihen wurde im Juni 2026 ein leichter Rückgang auf +16 Punkte (nach +22 im Dezember 2025) ermittelt. Der Score für Pfandbriefe verringerte sich innerhalb der vergangenen sechs Monate von +14 auf +7 Punkte. Beide Entwicklungen führten dazu, dass der Gesamt-Score von +17 auf +11 Punkte sank.

Das vdp-Emissionsklima wird zweimal im Jahr erhoben und veröffentlicht. Dabei wird der Stimmungsindikator in einer Bandbreite von -100 bis +100 Punkten angegeben.

 

Score für Juni 2026 Dezember 2025 Juni 2025 Dezember 2024 Juni 2024
Pfandbriefe +7 +14 -1 -18 -11
Unbesicherte Bankanleihen +16 +22 +5 -8 -14
Gesamt +11 +17 +1 -14 -12

 

Starke Nachfrage nach Pfandbriefen

Die vdp-Mitgliedsinstitute verzeichnen aktuell eine starke Nachfrage nach Pfandbriefen, abzulesen am entsprechenden Teil-Score (+71 Punkte). Der Wert liegt damit deutlich über den Erwartungen von vor sechs Monaten (+22 Punkte). Insgesamt wurden von den vdp-Mitgliedsinstituten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres neue Pfandbriefe über 32,2 Mrd. Euro begeben, dies entspricht einem leichten Plus von 2 % gegenüber dem Emissionsvolumen im Vorjahreszeitraum. Dabei entfielen auf Hypothekenpfandbriefe 23,8 Mrd. Euro (plus 6 %) und auf Öffentliche Pfandbriefe 8,4 Mrd. Euro (minus 8 %). Bei den liquiden Pfandbriefen im Benchmark-Format (≥ 500 Mio. Euro) wurden in den vergangenen fünf Monaten 20 Mrd. Euro neu auf den Markt gebracht, was dem Niveau des Vorjahres entspricht.

Aus Sicht von Steffen Stachna, Senior Manager im Kapitalmarktbereich des vdp, unterstreicht die starke Nachfrage ein weiteres Mal die Krisenresilienz des Pfandbriefs und dessen Bedeutung als Funding-Tool für Emittenten und qualitativ hochwertiges Anlageprodukt für Investoren. Die mit dem Iran-Krieg verbundenen höheren Inflationserwartungen und Renditeanstiege hätten nur zu einer kurzen Emissionspause geführt. Das vdp-Emissionsklima spiegelt die aktuell positive Stimmung unter den Kapitalmarktexpert:innen wider. Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich ein leicht gedämpfter Ausblick, kommentierte Stachna.

Determinanten für die künftige Nachfrage nach Pfandbriefen

Nach den guten Absatzergebnissen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind die Expert:innen der Mitgliedsinstitute für die kommenden sechs Monate spürbar vorsichtiger in ihren Erwartungen bezüglich der Nachfrage, was sich in einem Score von +6 Punkten für Pfandbriefe niederschlägt. Weiterhin wird mit guten Überzeichnungsergebnissen gerechnet: Der entsprechende Score für die kommenden sechs Monate liegt mit +34 Punkten ähnlich hoch wie die gegenwärtige Einschätzung (+37 Punkte). Erwartet wird eine nochmalige leichte Verbesserung beim erzielbaren Asset-Swap Niveau, hier liegt der Score für die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten bei +6 Punkten nach aktuell -6 Punkten. Als weiterhin belastend für die Nachfrage wird der Aufschlag zu Bundesanleihen bewertet, hier beläuft sich der Score auf -38 Punkte für die kommenden sechs Monate – nach aktuell -32 Punkten.

„Das vdp-Emissionsklima spiegelt die aktuell positive Stimmung unter den Kapitalmarktexperten wider. Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich ein leicht gedämpfter Ausblick.“ Steffen Stachna, Senior Manager im Kapitalmarktbereich des vdp

Leicht eingetrübte Stimmung für unbesicherte Bankanleihen

Ein ähnliches Bild wie bei den Pfandbriefen ergibt sich bei den unbesicherten Bankanleihen: Während der Wert für die aktuelle Einschätzung +48 Punkte beträgt, weist sie für die Nachfrage nach unbesicherten Anleihen in den kommenden sechs Monaten einen Score von +4 Punkten auf. Etwas optimistischer als für Pfandbriefe ist die Erwartung bezüglich zu erzielender Asset-Swap-Spreads: Hier wurden für die folgenden sechs Monate +16 Punkte ermittelt, nach +40 Punkten aktuell.

Steigende Renditen bei zehnjährigen Bundesanleihen erwartet

Die allgemeine Zinsentwicklung in den kommenden sechs Monaten wird sich aus Sicht der Expert:innen deutlich positiv auf die künftige Nachfrage nach Pfandbriefen und unbesicherten Bankanleihen auswirken. Gut 60 % der Befragten erwarten bei den Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen einen leichten Anstieg auf 3 % bis 3,2 % – nach aktuell 3 %. Rund 10 % der Expert:innen rechnen mit einem Anstieg auf über 3,2 %, während 30 % von gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Renditen ausgehen.

Die Grafiken und Tabellen zu den aktuellen und bisherigen Scores des vdp-Emissionsklimas finden Sie auf der vdp-Website unter folgendem LINK.

 

Über das vdp-Emissionsklima

Zur Methodik

Die Befragung umfasst jeweils Beurteilungen der zurückliegenden sechs Monate, der aktuellen Situation und der kom­menden sechs Monate, wobei letztere in der Auswertung die größte Gewichtung erhalten. Hieraus werden je ein Score für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen sowie ein Gesamt-Score ermittelt. Ein Punktwert von 0 entspricht dabei einem stabilen Kapitalmarktumfeld, in dem Emissionspläne ohne Probleme umgesetzt werden können. Negative (maximal -100) und positive Scores (maximal +100) weisen auf ein unterdurchschnittlich bzw. überdurchschnittlich gutes Emissionsumfeld hin.

 Das vdp-Emissionsklima informiert zweimal jährlich über die Stimmung unter den Mitgliedsinstituten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hinsichtlich der Platzierung von Pfandbriefen und unbesicherten Bankanleihen. Dazu werden Kapitalmarktexpert:innen der vdp-Mitglieder zu den Einflüssen befragt, die den Absatz von Pfandbriefen und unbesi­cherten Bankanleihen bestimmen. Die Befragung umfasst die zurückliegenden sechs Monate, die aktuelle Situation und die kommenden sechs Monate, wobei letztere in der Auswertung die größte Gewichtung erhalten. Die einzelnen Antworten werden zu Themenfeldern zusammengefasst, die einen Überblick über die Angebots- und Nachfrage­konstellation auf den Märkten für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen ergeben. Hieraus werden unter bestimm­ten Annahmen zur relativen Bedeutung der einzelnen Themenfelder drei Scores ermittelt, nämlich je ein Score für Pfandbriefe und unbesicherte Anleihen sowie ein Gesamt-Score. Ein Punktwert von 0 entspricht dabei einem stabilen Kapitalmarktumfeld, in dem Emissionspläne ohne Probleme umgesetzt werden können. Negative und positive Scores weisen auf ein unterdurchschnittlich bzw. überdurchschnittlich gutes Emissionsumfeld hin.

Die im vdp zusammengeschlossenen Pfandbriefbanken repräsentieren einen Marktanteil von 96 % der ausstehenden Pfandbriefe.

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Mehr Immobiliendarlehen zum Jahresauftakt 2026

Berlin,

  • Finanzierungsvolumen der vdp-Mitglieder erhöht sich auf 39,8 Mrd. Euro
  • vdp nimmt Stellung zur Sorge der BaFin über LTV-Kennziffern bei WIFSta

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute reichten von Januar bis März dieses Jahres Immobiliendarlehen im Volumen von 39,8 Mrd. Euro aus. Gegenüber dem Vorjahresquartal 2025 belief sich der Anstieg auf 5,9 % (Q1 2025: 37,6 Mrd. Euro). Auch im Vergleich mit dem direkten Vorquartal stand ein Plus in Höhe von 4,2 % zu Buche (Q4 2025: 38,2 Mrd. Euro).

Den größeren Anteil des Immobilienfinanzierungsvolumens machten im Berichtsquartal erneut die Wohnimmobiliendarlehen aus: Ihr Neugeschäft summierte sich auf 25,2 Mrd. Euro, ein Zuwachs um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahreswert (Q1 2025: 24,6 Mrd. Euro). Etwas dynamischer – mit einer Wachstumsrate von 12,3 %, jedoch ausgehend von einem im langfristigen Vergleich niedrigen Niveau – entwickelte sich das Volumen an neuen Darlehen für Gewerbeimmobilien. Es erreichte einen Wert von 14,6 Mrd. Euro (Q1 2025: 13,0 Mrd. Euro).

„Von der Bundesbank ermittelte Loan-to-Value-Kennziffern bei der WIFSta überzeichnen das tatsächliche Risiko.“ Jens Tolckmitt

„Zu Beginn des Jahres 2026 befand sich der Immobilienfinanzierungsmarkt weiter im leichten Aufschwung. Allerdings werden sich mögliche Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Finanzierungsgeschäft erst im zweiten Quartal zeigen“, erläuterte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Er nahm zudem Bezug auf die jüngsten Aussagen der BaFin, die mit Blick auf die Ergebnisse der Datenerhebung über Wohnimmobilienfinanzierungen (WIFSta) der Bundesbank für das vierte Quartal 2025 von erhöhten Risiken in der Immobilienfinanzierung gesprochen hatte. „Die ermittelten Loan-to-Value-Kennziffern (LTV) bei der WIFSta überzeichnen das tatsächliche Risiko. Denn ein WIFSta-LTV bezieht sich nur auf das zu finanzierende Objekt – zusätzliche Sicherheiten, die Kreditnehmer stellen, wenn die zu finanzierende Immobilie als Sicherheit nicht ausreicht, werden dabei nicht berücksichtigt.“ Außerdem ginge eine hohe LTV grundsätzlich mit einer hohen Bonität des Kunden einher. Dies bedeute, die Ausfallwahrscheinlichkeit sei in diesen Fällen gering.

“Die Gründe für die hohen LTVs liegen auf der Kostenseite, so Tolckmitt weiter: Zum einen seien die Transaktionskosten in Deutschland vergleichsweise hoch, zum anderen seien die Baukosten über einen langen Zeitraum äußerst stark gestiegen. Mit den Planungen zum Gebäudetyp E sei die Bundesregierung auf dem richtigen Weg, weiteren Kostensteigerungen entgegenzutreten, aber das werde sich nicht kurzfristig in einem sinkenden Fremdmittelbedarf niederschlagen.

Zu der von der BaFin in Aussicht gestellten Aktivierung makroprudenzieller Instrumente merkte Tolckmitt an, dass diese Maßnahme nur dann gerechtfertigt wäre, wenn eine sich selbst verstärkende Spirale aus steigenden Immobilienpreisen, gelockerten Kreditvergabestandards und stark steigender Kreditvergabe eintreten würde.“ Dieser Fall sei jedoch nicht gegeben: Die Preise stiegen in etwa auf Inflationsniveau, das Finanzierungsgeschäft zeige insgesamt auch nur ein moderates Wachstum, und die Kreditvergabestandards seien stabil, das habe die Deutsche Bundesbank jüngst in ihrem „Bank Lending Survey“ bestätigt, so Tolckmitt.

 

Wohnimmobilienfinanzierung: Ein- und Zweifamilienhäuser dominieren

Vom gesamten Wohnimmobilienfinanzierungsvolumen der Pfandbriefbanken in Höhe von 25,2 Mrd. Euro entfielen 11,9 Mrd. Euro bzw. 47,2 % auf Darlehen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Dahinter rangierten Darlehen für Mehrfamilienhäuser mit einem Volumen von 6,5 Mrd. Euro (25,8 %) und für Eigentumswohnungen mit einem Volumen von 5,6 Mrd. Euro (22,2 %).

 

Gewerbeimmobilienfinanzierung: Büro-Darlehen in Höhe von 6,9 Mrd. Euro

Das Neugeschäft in der Gewerbeimmobilienfinanzierung in Höhe von 14,6 Mrd. Euro im Auftaktquartal 2026 war im Wesentlichen auf Darlehen für Büroobjekte (6,9 Mrd. Euro) und für Handelsgebäude (4,7 Mrd. Euro) zurückzuführen. Beide Objektklassen erreichten jeweils zweistellige Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Darlehensvergabe für Hotels belief sich von Januar bis März dieses Jahres auf 0,6 Mrd. Euro, für Industriegebäude auf 0,2 Mrd. Euro und auf sonstige gewerblich genutzte Objekte auf 2,2 Mrd. Euro.

 

Seitwärtsbewegung beim Immobilienfinanzierungsbestand

Die von den vdp-Mitgliedsinstituten ausgereichten Immobiliendarlehen erreichten zum 31. März 2026 eine Summe von 1.040,4 Mrd. Euro. Der Immobilienfinanzierungsbestand lag damit auf dem Niveau des Vorquartals (31.12.2025: 1.040,3 Mrd. Euro). Der weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens (85,4 %) entfiel auf Objekte in Deutschland.

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Gero Bergmann bleibt vdp-Präsident

Berlin / Frankfurt am Main,

Birgit Dietl-Benzin und Jörn Joseph neu im vdp-Vorstand

Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) in Frankfurt am Main wurde der seit 2023 amtierende Präsident Gero Bergmann, Mitglied des Vorstands der BayernLB, wiedergewählt. Er bleibt damit für zwei weitere Jahre vdp-Präsident. Dem vdp-Vorstand gehört er seit 2021 an.

„Das Vertrauen der Mitgliedsinstitute bedeutet mir sehr viel“, sagte Bergmann nach seiner Wahl und versprach: „Ich werde das Präsidentenamt weiterhin mit großer Tatkraft und klarem Gestaltungswillen wahrnehmen.“

Als Herausforderungen seiner nun beginnenden Amtszeit nannte er u. a. den Wohnungsmangel vor allem in den Metropolen, Pläne zur Vergesellschaftung von Berliner Wohnungen sowie die immer weiter zunehmende Bankenregulierung. „Wir als Pfandbriefbanken werden uns gewohnt konstruktiv-kritisch in die Diskussion zu den uns betreffenden Themen einbringen. So. werden wir Politik und Aufsicht immer wieder darauf hinweisen, wie positiv sich eine steigende Leistungsfähigkeit von Banken auf die Stärke Europas auswirken kann“, so Bergmann.

Turnusgemäß fand im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung ebenfalls die Wahl des vdp-Vorstands für die neue Amtsperiode von zwei Jahren statt. Dabei wurden elf Mitglieder wiedergewählt. Nicht mehr zur Wahl angetreten waren – bedingt durch ihren bevorstehenden Austritt aus ihren Instituten – Dr. Matthias Danne, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der DekaBank, und Thomas Köntgen, stellvertretender CEO der Deutschen Pfandbriefbank (pbb).

Neu in den Vorstand gewählt wurden Birgit Dietl-Benzin, Mitglied des Vorstands der DekaBank, sowie Jörn Joseph, Mitglied des Vorstands der Deutschen Pfandbriefbank (pbb).

Dem Vorstand des vdp gehören somit nun folgende Mitglieder an:

  • Gero Bergmann (Präsident)
    BayernLB
  • Sabine Barthauer
    DZ HYP
  • Birgit Dietl-Benzin
    DekaBank
  • Jasper Hanebuth
    NORD/LB
  • Holger Horn
    MünchenerHyp
  • Jörn Joseph
    Deutsche Pfandbriefbank
  • Hans-Dieter Kemler
    Helaba
  • Sascha Klaus
    LBBW
  • Matthias Schellenberg
    ApoBank
  • Carsten Schmitt
    Commerzbank
  • Henrietta Six
    Stadtsparkasse Düsseldorf
  • Ljubisa Tesić
    UniCredit Bank GmbH
  • Christof Winkelmann
    Aareal Bank
  • Jens Tolckmitt
    vdp-Hauptgeschäftsführer
    (Mitglied des Vorstands qua Amt)

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Gemeinsame Pressemitteilung von vdp und vdpResearch

Berlin,

vdp-Immobilienpreisindex: Immobilienpreise steigen zu Beginn des Jahres 2026

  • Zunahme um 2,2 % Auswirkungen des Iran-Kriegs noch nicht spürbar
  • Neue gemeinsame Immobilienpreisindizes von Deutscher Bundesbank und vdpResearch finden ab sofort Berücksichtigung im vdp-Index

Im ersten Quartal 2026 legten die Immobilienpreise in Deutschland um 2,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dies zeigt der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Wie in den vorherigen Quartalen verzeichneten Wohnimmobilien mit 2,3 % einen etwas stärkeren Preisanstieg als Büro- und Einzelhandelsimmobilien mit 1,9 % bzw. 1,5 %.

„Die Immobilienpreise sind erneut mit moderatem Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Abzuwarten bleibt, wie sich der Iran-Krieg auf den Immobilienmarkt auswirkt – in den Zahlen zum ersten Quartal findet er noch wenig Niederschlag.
Jens Tolckmitt

Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp, ordnete die aktuellen Entwicklungen wie folgt ein: „Die Immobilienpreise in Deutschland sind erneut mit moderatem Rückenwind in das Jahr 2026 gestartet, sie haben damit den Aufwärtstrend des Vorjahres untermauert.“ Es bleibe jedoch abzuwarten, ob sich die derzeit zu beobachtende Entwicklung im weiteren Verlauf des Jahres so fortsetzen werde. Offen sei insbesondere, wie sich der Iran-Krieg auf den Immobilienmarkt auswirke. In den Zahlen des 1. Quartals finde er noch wenig Niederschlag.

Angepasste Index-Methodik

Die Ermittlung der vdp-Index-Entwicklung erfolgte erstmals teilweise auf Basis einer angepassten Methodik, die seit 2020 von der Deutschen Bundesbank gemeinsam mit der vdp-Tochter vdpResearch entwickelt worden ist. Beide Organisationen veröffentlichen heute parallel neue, umfassende Indizes zu Gewerbeimmobilienpreisen in Deutschland. Diese neuen Indizes basieren auf der für regulatorische Zwecke bereits existierenden Marktschwankungsdatenbank und greift auf die umfassende Transaktionsdatenbank der vdpResearch, in die Quartal für Quartal echte Verkaufsfälle von mehr als 700 Banken einfließen, sowie auf die Zentrale Immobilienmarktdatenbank der Sparkassen-Finanzgruppe zurück.

Für die neuen Gewerbeimmobilienpreisindizes der Bundesbank werden die Preisentwicklungen für Mehrfamilienhäuser, Büro- und Einzelhandelsimmobilien für verschiedene regionale Abgrenzungen berechnet und zu einem Deutschland-Index aggregiert – dieser weist für das erste Quartal 2026 einen Anstieg um 2,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Für Mehrfamilienhäuser wird zusätzlich noch ein separater Preisindex für die Top 7-Städte ermittelt. Startzeitpunkt ist rückblickend das erste Quartal 2013.

„Der neue Preisindex bildet Schwankungen gerade in den volatileren Gewerbemärkten schnell und präzise ab.
Reiner Lux

„Wir freuen uns, dass nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank nun ein neuer Gewerbeimmobilienpreisindex entstanden ist. Dieser Index bildet Schwankungen gerade in den volatileren Gewerbemärkten schnell und präzise ab“, erklärte Reiner Lux, Geschäftsführer der vdpResearch.

Wohnimmobilien: Selbst genutztes Wohneigentum verteuert sich um 2,5 %
Der Anstieg der Wohnimmobilienpreise im ersten Quartal dieses Jahres in Höhe von 2,3 % resultierte vor allem aus der Entwicklung bei selbst genutztem Wohneigentum: Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen legten insgesamt um 2,5 % zu. Mehrfamilienhäuser verteuerten sich von Januar bis März dieses Jahres um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit schwächer als in den Vorquartalen.

Gemessen am vdp-Index für Liegenschaftszinsen, nahmen die Renditen im Mietwohnungsbau auf Jahressicht um 0,8 % zu, was darauf zurückzuführen ist, dass der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern geringer ausfiel als das Plus der Neuvertragsmieten, die sich vom Auftaktquartal 2025 zum ersten Quartal 2026 um 3,0 % erhöhten.

„Die Situation auf dem Wohnungsmarkt bleibt sehr angespannt.
Jens Tolckmitt

„Auch wenn die Dynamik des Mietanstiegs aktuell etwas nachgelassen hat, bleibt die Situation auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt. Die nach wie vor bestehende Knappheit an Wohnraum lässt Preise und Mieten vor allem in den Metropolen weiter steigen“, so Tolckmitt. Er appellierte an die Politik, die regulatorischen Reformen zur Wohnungsmarkt-Belebung konsequent umzusetzen. Das sei deutlich zielführender und schneller realisierbar als die Überlegungen zur Schaffung einer neuen Bundeswohnungsbaugesellschaft.  Zumal das „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ und die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) zusammengeschlossenen Verbände wie der vdp entsprechende Vorschläge längst vorgelegt hätten. Als Beispiel im Finanzierungsbereich nannte er die im Koalitionsvertrag verankerten staatlichen Bürgschaften für Kredite zur Wohnraumschaffung in großem Stil.

Wohnen Top 7*: Mieten steigen geringer als im Bundesdurchschnitt
In den Top 7-Städten belief sich das Preiswachstum bei Wohnimmobilien auf durchschnittlich 3,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter den sieben Metropolen verteuerten sich Wohnobjekte am stärksten in Hamburg (+4,9 %). Etwas geringer fielen die Wachstumsraten in Düsseldorf (+4,1 %), Frankfurt am Main und Köln (jeweils +4,0 %) und München (+3,5 %) aus. Dahinter folgten Berlin (+2,9 %) und Stuttgart (+1,7 %).

Bei den Neuvertragsmieten verzeichneten die Top 7-Städte mit durchschnittlich 2,4 % eine geringere Zuwachsrate als Gesamtdeutschland (+3,0 %). Dabei reichte die Spanne von +3,9 % (Hamburg) bis zu +1,3 % (Berlin). Somit legten die Neuvertragsmieten in der Hauptstadt erneut – wie in den vorherigen Quartalen – unterdurchschnittlich zu. Gemessen am vdp-Liegenschaftszinsenindex, gaben die Renditen in den Ballungsräumen um 1,3 % nach – verglichen mit dem Vorjahresquartal.

Büros mit stärkeren Preisanstiegen als Handelsobjekte
Im ersten Quartal dieses Jahres legten auch die Preise der von Banken finanzierten Büro- und Einzelhandelsimmobilien im Jahresvergleich zu. Bei Büroobjekten belief sich der Preisanstieg gegenüber dem ersten Quartal 2025 auf 1,9 %. Etwas geringer – um 1,5 % – erhöhten sich die Preise für Einzelhandelsimmobilien.

Auch die Neuvertragsmieten wiesen bei finanzierten Büroobjekten mit 2,8 % einen höheren Zuwachs auf als bei finanzierten Handelsimmobilien mit 1,5 % – jeweils verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Im Ergebnis stiegen die Renditen von Büros, gemessen am vdp-Liegenschaftszinssatzindex, um 0,8 % im Vorjahresvergleich, während die Renditen von Einzelhandelsimmobilien im Berichtsquartal stagnierten (0,0 %), da Preis- und Mietanstieg parallel verliefen.

Sämtliche Indexdaten zu den einzelnen vdp-Immobilienpreisindizes sind inkl. Rohdaten sowohl auf www.pfandbrief.de/vdp-immobilienpreisindex/ als auch auf www.vdpresearch.de/leistungen/preisindizes/ verfügbar.

 

*Die hier im Abschnitt „Top 7“ genannten Veränderungsraten wurden auf Basis der bisherigen vdp-Index-Methodik berechnet. Sie unterscheiden sich damit temporär von den Werten, die der Top 7-Index der Deutschen Bundesbank ausweist.

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vdp kritisiert Entwürfe der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Taxonomie

  • Bemängelt wird vor allem fehlende Praxistauglichkeit
  • Grundlegende Überarbeitung gefordert

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) übt deutliche Kritik an den Entwürfen der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Taxonomie. Konkret geht es um geplante Anpassungen an den Delegierten Rechtsakten zu den sechs im Rahmenwerk genannten Umweltzielen. Aus Sicht des vdp verfehlen die Entwürfe das Ziel, die Taxonomie in der kreditwirtschaftlichen Immobilienfinanzierung stärker anzuwenden und ihre Marktakzeptanz zu erhöhen. Bemängelt wird vor allem, dass es der Taxonomie auch nach der Überarbeitung an Praxistauglichkeit fehlen wird.

„Die Renovierungstätigkeit wird weiterhin eher gebremst als gefördert.“
Sascha Kullig

„Die Entwürfe sind aus Sicht der Kreditwirtschaft enttäuschend – sie sind praxisfern und weisen nach wie vor eine viel zu hohe Komplexität auf“, sagte Sascha Kullig, Mitglied der vdp-Geschäftsleitung. So erreiche die Taxonomie nicht das Ziel, Steuerungsinstrument für die Dekarbonisierung des Gebäudebestands zu werden. „Die Renovierungstätigkeit wird weiterhin eher gebremst als gefördert. Aus Sicht der Kreditinstitute verkommen die Taxonomie-Vorgaben so zur reinen Pflichtübung der Nachhaltigkeitsberichterstattung.“

Seine Kritikpunkte hat der vdp in einer Stellungnahme zusammengeführt – als Reaktion auf die von der EU-Kommission Mitte März dieses Jahres gestartete Konsultation. Darin fordert der vdp eine grundlegende Überarbeitung der Entwürfe und benennt u. a. folgende Defizite und Petita:

— Die Ausklammerung von Effizienzgewinnen aus Energieeffizienzmaßnahmen – z. B. aus dem Einbau einer Photovoltaik-Anlage – ist nicht praktikabel. Die vorgesehenen Do-No-Significant-Harm (DNSH)-Prüfpflichten zu Wasserschutz, Kreislaufwirtschaft und Umweltverschmutzung sind zudem überbordend – sie stehen häufig in keinem Verhältnis zu den Finanzierungsvolumina und berücksichtigen die tatsächliche Datenlage nicht.

–> Der vdp fordert den vollständigen Verzicht auf DNSH-Prüfpflichten bei Renovierungen; diese sollten stattdessen als Beobachtungskriterien ausgestaltet werden. Ferner sollten Umstellungen auf grüne Energie durch den Energieversorger genauso anrechenbar sein wie Effizienzgewinne, die bspw. aus dem Einbau einer Photovoltaik-Anlage erzielt werden können.

— So begrüßenswert es ist, dass die Taxonomie um eine Vorgabe zur Transition ergänzt werden soll (ein Gebäude gilt als „grün“, wenn zum Zeitpunkt des Kaufs bzw. der Finanzierung u. a. 60 % Effizienzsteigerung innerhalb der vergangenen zehn Jahre nachgewiesen werden können): Die Anwendbarkeit ist nicht gegeben. Zum einen ist eine Reduktion um 60 % ambitioniert und häufig nicht erreichbar. Zum anderen verfügen Banken nicht über die erforderlichen historischen Daten für Vorher-Nachher-Vergleiche von energetischen Renovierungen. Zudem widerspricht eine nachgelagerte Prüfung von Effizienzgewinnen der Kreditvergabepraxis und ist gegenüber Kunden nicht durchsetzbar.

–> Die Taxonomiekonformität muss zum Zeitpunkt der Kreditvergabe auf Basis vorliegender Nachweise (Renovierungspass, Energieausweis) feststehen – nachvertragliche Neubewertungen sind weder praktikabel noch marktfähig.

— Die Entwürfe sehen aktuell vor, dass nur der Kreditanteil für eine Renovierung und nicht die vollständige Finanzierung von Gebäudeerwerb und Renovierung taxonomiefähig ist. Diese Regelung ist nicht nachvollziehbar und verhindert ein höheres Volumen an taxonomiekonformen Immobilienfinanzierungen.

–> Der vdp fordert, dass der gesamte Kredit zur Finanzierung von Gebäudeerwerb und der dabei häufig zugleich angestoßenen Renovierung taxonomiefähig wird, wenn die Einsparziele erreicht werden.

— Die energetischen Anforderungen für „grüne“ Neubauten und jüngere Immobilien, die bereits aktuell über dem nationalen Schwellenwert für ein Niedrigstenergiegebäude liegen, sollen nach den Vorschlägen der EU-Kommission sogar noch erhöht werden. Konkret vorgesehen ist ein Vorziehen von Neubau-Standards vor Umsetzung der Gebäudenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) in nationales Recht, was die Anwendbarkeit verhindern würde.

–> Der vdp spricht sich dafür aus, dass die geplante vorzeitige Einführung von Neubau-Standards nicht erfolgt.

„Leider mangelt es dem aktuellen Entwurf deutlich an Praxisbezug.“
Sascha Kullig

„Die EU-Taxonomie kann nur wirken, wenn sie in der Praxis anwendbar ist“, sagte Kullig. „Leider mangelt es dem aktuellen Entwurf deutlich an Praxisbezug.“ Die vorgeschlagenen Änderungen erschwerten es Kreditinstituten, ein höheres Volumen an taxonomiekonformen Immobilienfinanzierungen und damit eine höhere Green Asset Ratio zu generieren. Um Investitionen in den Gebäudebestand nicht zu gefährden, sollte die EU die Kriterien zur Klassifizierung grüner Gebäude funktionaler definieren, so Kullig.

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Pfandbriefbanken weiten Immobilienneugeschäft und Emissionsvolumen im Geschäftsjahr 2025 aus

  • Wohn- und Gewerbeimmobilien verzeichnen Preisanstiege
  • Zuwächse bei Pfandbrief-Absatz und -Umlauf
  • Basel III: vdp fordert punktuelle Anpassungen

Für die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute verlief das Geschäftsjahr 2025 erfreulich: Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds konnten sie die Vergabe neuer Immobiliendarlehen sowie ihr Pfandbriefvolumen ausweiten. Ausschlaggebend war dafür zum einen, dass die Erholungsphase an den Immobilienmärkten ganzjährig anhielt. Zum anderen stießen Pfandbriefe investorenseitig weiter auf große Nachfrage.

„Angesichts der zahlreichen Krisen und geopolitischen Konflikte haben die vdp-Mitgliedsinstitute das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich bewältigt.“
Gero Bergmann

Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbands hob vdp-Präsident Gero Bergmann hervor, dass die Herausforderungen für die gesamte Volkswirtschaft in den vergangenen Jahren stark gestiegen seien, dies gelte auch für die Finanzwirtschaft. Vor diesem Hintergrund hätten die vdp-Mitgliedsinstitute das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich bewältigt. Profitiert hätten sie von der positiven Entwicklung der für das Pfandbriefgeschäft relevanten Märkte: Der Immobilienmarkt in Deutschland habe – nach der abrupten Zinswende – seine 2024 begonnene Erholungsphase auch im Jahr 2025 fortgesetzt. Die Preise seien stetig gestiegen, jedoch deutlich weniger dynamisch als in der Niedrigzinsphase. Das Immobilienfinanzierungsgeschäft habe deutliche Zuwächse im Berichtsjahr erfahren, so Bergmann. Auch für den Pfandbriefmarkt sei 2025 ein gutes Jahr gewesen: „Sowohl der Pfandbrief-Absatz als auch der -Umlauf haben spürbar zugelegt.“

Mit Verweis auf die jüngsten geopolitischen Eskalationen äußerte sich Bergmann zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 vorsichtig: Der Krieg im Iran habe nicht nur die ohnehin schon hohe Unsicherheit im Markt verstärkt, sondern wirke sich auch negativ auf Inflation und Wirtschaftswachstum aus. „Genauso gut, wie unsere Mitgliedsinstitute mit den Krisen in den vergangenen Jahren umgegangen sind, werden sie auch die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen zu meistern wissen.“

„Aus heutiger Sicht ist nach wie vor mit leicht steigenden Preisen im Jahr 2026 zu rechnen.“
Gero Bergmann

Für den weiteren Verlauf der Immobilienpreise und der Vergabe neuer Immobiliendarlehen komme es stark auf die zukünftige Entwicklung der Baukosten und Zinskonditionen an. „Aus heutiger Sicht ist nach wie vor mit leicht steigenden Preisen im Jahr 2026 zu rechnen.“ Die Geschäftsaussichten für die Pfandbriefbanken seien auch im laufenden Jahr grundsätzlich positiv.

  • Entwicklungen am Immobilienmarkt

Wohnimmobilienpreise nähern sich Rekordniveau von 2022

Im Jahr 2025 verteuerten sich Immobilien in Deutschland von Quartal zu Quartal: Im Schlussquartal wies der vdp-Immobilienpreisindex einen Anstieg um 4,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Treiber dieser Entwicklung waren erneut die Preise für Wohnimmobilien, für die innerhalb eines Jahres deutschlandweit ein Plus von 4,2 % zu Buche stand, in den Top 7-Städten belief sich der Zuwachs auf 4,7 %. Etwas geringer, um durchschnittlich 3,5 %, stiegen hingegen bundesweit die Gewerbeimmobilienpreise, die sich aus Büro- und Einzelhandelsimmobilienpreisen zusammensetzen.

„Die Preise für von Banken finanzierte Büros haben 2025 die Bodenbildung abgeschlossen und sich wieder leicht positiv entwickelt.“
Gero Bergmann

Der 2024 begonnene Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland habe sich im vergangenen Jahr fortgesetzt, unterstrich Bergmann. „Inzwischen sind die Preise für Wohnimmobilien nicht mehr weit von ihrem im Sommer 2022 erreichten Rekordniveau entfernt.“ Aufgrund des immer größeren Mangels an Wohnraum seien weiter steigende Wohnimmobilienpreise und Mieten zu erwarten. Bei Gewerbeimmobilienpreisen sei ebenfalls eine anhaltende Aufwärtsentwicklung zu beobachten – diese verlaufe allerdings gedämpfter als bei den Preisen für Wohnobjekte. Als Begründung führte er die deutlich stärkere Abhängigkeit des Büro- und Einzelhandelsimmobilienmarkts von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung an. „Die Preise für von Banken finanzierte Büros haben 2025 die Bodenbildung abgeschlossen und sich wieder leicht positiv entwickelt.“

Für die zukünftige Entwicklung des Büroimmobilienmarktes sei ausschlaggebend, wie sich die Homeoffice-Quote und der zunehmende Einsatz von KI-Tools auf die Flächennachfrage auswirkten. „Aktuell gehen wir von einer weiteren Ausdifferenzierung des Büromarktes aus: Top-Immobilien mit hoher Energieeffizienz in gefragten Lagen werden weiterhin Preis- und Mietzuwächse verzeichnen. Ältere Objekte in der Peripherie mit höherem Energieverbrauch werden es zunehmend schwerer haben, Interessenten zu finden“, so Bergmann. „Wer den Büromarkt pauschal negativ bewertet, verkennt die starke Nachfrage nach modernen Objekten in A-Lagen mit hervorragendem Energie-Profil.“

Deutlicher Zuwachs an Darlehenszusagen

Die Pfandbriefbanken reichten 2025 spürbar mehr Immobiliendarlehen aus als im Vorjahr: Das Finanzierungsvolumen zog um 15,7 % auf 148,6 Mrd. Euro an und profitierte dabei vor allem von der positiven Entwicklung bei der Vergabe von Wohnimmobiliendarlehen: Während die Zusagen für Gewerbeimmobilien im Berichtsjahr um 12,9 % auf 56,0 Mrd. Euro zulegten, erhöhte sich das Wohnimmobilienfinanzierungsgeschäft um 17,5 % auf 92,6 Mrd. Euro. Mit einem Anteil von 79 % entfiel der weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens unverändert auf Objekte in Deutschland.

„Die gestiegene Darlehensvergabe für Wohnimmobilien betrifft allmählich auch wieder den
äußerst wichtigen Wohnungsneubau.“
Gero Bergmann

Bergmann betonte, dass im vergangenen Jahr nahezu alle Objektklassen eine höhere Finanzierungsnachfrage verzeichnet hätten. Besonders erfreulich sei: „Die gestiegene Darlehensvergabe für Wohnimmobilien betrifft nicht nur Bestandsobjekte, sondern allmählich auch wieder den äußerst wichtigen Wohnungsneubau.“  Auch die Zahl der Baugenehmigungen habe zugenommen, und Privathaushalte hätten wieder häufiger den Entschluss gefasst, sich Wohneigentum anzuschaffen. Positiv sei ferner, dass die Politik erste Initiativen zu Deregulierung und Beschleunigung in der Wohnungspolitik gestartet habe. Jetzt komme es darauf an, wie schnell die Reformen in die Praxis überführt würden – und wie schnell sich die Kommunen als Entscheider vor Ort auf diese Neuerungen einließen.

Weitere Maßnahmen seien erforderlich, um den Wohnungsmarkt entscheidend anzukurbeln. „Die Förderung des Erwerbs von Wohneigentum und staatliche Bürgschaften für Unternehmen, die in großem Stil neuen Wohnraum schaffen, haben das Potenzial, echte Gamechanger zu werden.“ Als Irrweg bezeichnete Bergmann die Idee einer neuen staatlichen Wohnungsbaugesellschaft auf Bundesebene. „Statt eine neue Institution zu schaffen, die mit den gleichen Herausforderungen wie private Akteure zu kämpfen hätte, sollten die seit langem diskutierten regulatorischen Reformen zur Belebung des Wohnungsmarktes nun endlich konsequent und schnell umgesetzt werden.“

  • Aktuelle Regulierungsthemen

„Regulatorische Wende ist eingeläutet“
Dass zuletzt immer häufiger Stimmen aus Politik und Aufsicht zu hören sind, die sowohl einen Abbau der Bürokratie als auch eine Simplifizierung bzw. Konsolidierung der Regulierungsmaßnahmen ankündigen, wird vom vdp begrüßt. „Mit den ersten erfolgten Korrekturen, beispielsweise bei den Sustainable-Finance-Regeln, ist die regulatorische Wende eingeläutet“, sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Deren bisherige Wirkung sei allerdings noch begrenzt.

„Regulatorische Vorgaben sind häufig ausufernd, komplex und in sich nicht konsistent.“
Jens Tolckmitt

Angesichts der zahlreichen regulatorischen Vorgaben, die häufig ausufernd, komplex und in sich nicht konsistent seien, betonte er: „Von der überbordenden Regulierung werden Banken und Kreditnehmer weiterhin stark belastet. Denn sie verteuert Kredite.“

Basel III: Einfrieren des Output-Floor dringend geboten in Europa

Während in Europa unverändert eine strikte Umsetzung der Basel III-Regeln verfolgt wird, lockern die USA ihre Bankenregulierung und weichen damit bewusst von Basel III ab. Geringere Eigenkapitalanforderungen und weniger komplexe Regeln sollen laut veröffentlichtem FED-Umsetzungsvorschlag die Kreditvergabe in den USA stärken und das dortige Wirtschaftswachstum fördern. Je nach Institutsgröße seien Entlastungen von rund 5 bis knapp 8 % vorgesehen, kündigte die FED an. „Die USA verabschieden sich damit faktisch von dem Ziel, das speziell die europäischen Aufsichtsbehörden stets ausgegeben hatten: einem einheitlichen globalen Regulierungsstandard. Stattdessen priorisieren die USA nun die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit ihrer Banken im Interesse der US-amerikanischen Volkswirtschaft“, betonte Tolckmitt.

Er ergänzte, dass es auch in anderen Rechtsräumen wie Großbritannien und Kanada zu Abweichungen beim Basel III-Regelwerk komme. Vor diesem Hintergrund sei das beharrliche Festhalten in Europa an den Eigenkapitalvorgaben nicht nachvollziehbar. „Die Robustheit des Bankensystems, die gute Kapitalisierung und Liquiditätsausstattung der europäischen Banken wurden von Politik und Aufsicht wiederholt bestätigt“, so Tolckmitt. Dennoch drohten durch Basel III bis 2032 deutliche Mehrbelastungen beim Eigenkapital von bis zu 20 %, in Einzelfällen auch noch höher – bemerkenswerterweise gerade in eher risikoarmen Geschäftsfeldern.

„Der Output-Floor muss auf seinem Ursprungsniveau von 50 % eingefroren werden.“
Jens Tolckmitt

Er stellte klar: „Die Pfandbriefbanken fordern kein grundsätzliches Abrücken von Basel III, wohl aber gezielte Anpassungen.“ Denn ein anhaltendes Hochlaufen der Eigenkapital-Anforderungen über weitere sechs Jahre wie vorgesehen sei kontraproduktiv. Besonders im Fokus steht für den vdp die Untergrenze für die Eigenkapitalanforderungen an Banken: „Der Output-Floor muss auf seinem Ursprungsniveau von 50 % eingefroren werden, um weitere unsachgemäße Kapitalbelastungen zu vermeiden.“ Zudem machen sich die Pfandbriefbanken dafür stark, dass nachweislich sichere Wohnimmobilienkredite dauerhaft privilegiert und Projektentwicklungen, die sogenannten ADC-Finanzierungen, die zum Beispiel den Wohnungsneubau und die energetische Sanierung finanzieren, nicht mit prohibitiv hohen Risikogewichten belastet werden.

Diese punktuellen Anpassungen am Basel III-Regelwerk würden die Leistungsfähigkeit der Banken erhöhen und so dringend benötigte Investitionen in den Wohnungsbau, in den Klimaschutz und in die Infrastruktur erleichtern, merkte Tolckmitt an. Er regte einen pragmatischeren Regulierungsansatz nach US-Vorbild an: sach- und risikogerecht und die Leistungsfähigkeit von Banken berücksichtigend. Ansonsten sei zu befürchten, dass Bankgeschäft noch mehr als bisher in weniger regulierte Bereiche abwandere – eine Entwicklung, die nach nunmehr 17 Jahren einseitiger Dauerregulierung zunehmend auch den Aufsehern auffalle und mit wachsender Besorgnis beobachtet werde.

Sustainable-Finance-Regulierung: Es mangelt weiter an Praxistauglichkeit

Die Pfandbriefbanken erkennen an, dass die EU-Kommission ihrer Ankündigung, die europäische Sustainable-Finance-Regulierung entschlacken zu wollen, Taten folgen ließ. Die beschlossene Vereinfachung der Offenlegung sei ein wichtiger erster Schritt gewesen, bekräftigte Tolckmitt. Doch Inkonsistenz zwischen den Berichtspflichten der Realwirtschaft und der Bankenregulierung führe zu Datenlücken. Um Investitionen – insbesondere in den Gebäudebestand – nicht auszubremsen, müssten die Kriterien zur Einstufung „grüner“ Gebäude noch deutlich praxistauglicher werden.

„Die Anwendbarkeit der Taxonomie-Kriterien in der Praxis muss sich spürbar verbessern.“
Jens Tolckmitt

Mit Blick auf die kürzlich erfolgte Konsultation zur EU-Taxonomie kritisierte er, dass das Ziel einer breiteren Anwendung und höheren Marktakzeptanz dieses Rahmenwerks in der Immobilienfinanzierung weiterhin verfehlt werde. Als Gründe führte er u. a. an, dass in der Taxonomie Datenverfügbarkeiten und Prozesse in der Kreditwirtschaft nicht berücksichtigt würden.

Er forderte gezielte Nachjustierungen bei den Kriterien: „Die Anwendbarkeit der Taxonomie in der Praxis muss sich spürbar verbessern.“ Eine zentrale Voraussetzung sei dabei, die in der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) vorgesehene Umsetzungsfrist für Neubau-Standards (bis 2030) einzuhalten und nicht auf 2027 vorzuziehen. Regulierung und Prüfpflichten sollten stärker an den Prinzipien von Wesentlichkeit und Proportionalität ausgerichtet werden. Aus Sicht der Pfandbriefbanken ist es außerdem entscheidend, dass die Taxonomie-Prüfung einmalig zum Zeitpunkt der Kreditvergabe auf Basis dann vorhandener Dokumente wie Energieausweis oder Renovierungspass erfolgen kann.

  • Entwicklungen am Pfandbriefmarkt

Pfandbrief-Umlauf steigt auf 410,9 Mrd. Euro

Der Pfandbriefmarkt präsentierte sich 2025 abermals robust und diente den vdp-Mitgliedsinstituten als stets nutzbare Refinanzierungsquelle. Der Pfandbrief-Umlauf erhöhte sich im Berichtsjahr um 11,4 Mrd. Euro bzw. 2,9 % auf 410,9 Mrd. Euro. Dabei kletterte der Umlauf der Hypothekenpfandbriefe erstmals über die Schwelle von 300 Mrd. Euro (304,1 Mrd. Euro nach 298,4 Mrd. Euro im Jahr 2024). Auch der Umlauf Öffentlicher Pfandbriefe legte zu: um 5,6 % auf 106,8 Mrd. Euro.

Der Pfandbrief-Absatz nahm 2025 von 57,3 auf 66,8 Mrd. Euro zu, ein Plus von 16,6 %. Zu diesem Anstieg trugen sowohl Hypotheken- als auch Öffentliche Pfandbriefe bei, deren Absatz um 10,1 % bzw. 35,1 % stieg. Mit einem Emissionsvolumen von 31 Mrd. Euro erzielten Benchmark-Pfandbriefe (mit Volumina von mindestens 500 Mio. Euro) ihr drittbestes Absatz-Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren.

Nachhaltige Emissionen: Mangel an geeigneten Deckungsmassen

Die Entwicklung nachhaltiger Pfandbriefe verlief divergent: Während deren Emissionsvolumen von 7,1 auf 4,7 Mrd. Euro zurückging, stieg deren Umlauf von 30,5 auf 33,0 Mrd. Euro. Das Interesse unserer Mitgliedsinstitute, nachhaltige Pfandbriefe zu emittieren, sei weiterhin stark ausgeprägt. Es mangele jedoch an Deckungsmassen, die die hohen Ansprüche an die Emission Grüner und Sozialer Pfandbriefe erfüllten, sagte Bergmann.

„Mit einer Ausweitung der Beleihungsgrenze auf 80 % könnte der Pfandbrief sein Potenzial für Wohnungsbau und ‑erwerb noch besser entfalten.“
Gero Bergmann

„Der Pfandbrief stellt seine traditionelle Krisen-Resilienz unverändert unter Beweis“, betonte Bergmann. Das Produkt habe seine Rolle als Stabilitätsanker für die Pfandbriefbanken und die Immobilienfinanzierung erneut eindrucksvoll unterstrichen. Abschließend kündigte er an, dass sich der vdp bei der anstehenden Novellierung des Pfandbriefgesetzes dafür einsetzen werde, die Beleihungsgrenze für Wohnimmobilien-Kredite auf 80 % auszuweiten – so wie es in vielen anderen europäischen Staaten schon längst Realität sei. Damit würde der Pfandbrief sein Potenzial für Wohnungsbau und Wohnungserwerb noch besser entfalten können, bekräftigte er. „Unser Ziel ist es, mittels der Novelle den Pfandbrief generell noch sicherer und attraktiver zu machen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Emittenten zu stärken und gleichzeitig das Potenzial für die Wohnraumfinanzierung zu verbessern.“

Mit der Entwicklung auf dem Pfandbriefmarkt zu Beginn des Jahres 2026 zeigte sich Bergmann zufrieden, auch wenn das hohe Emissionsniveau des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Mit 20,8 Mrd. Euro lag das Volumen der von vdp-Mitgliedsinstituten in den ersten drei Monaten emittierten Pfandbriefe 11 % unter dem Volumen des außergewöhnlich emissionsstarken Vorjahreszeitraums.

  • Mitgliederentwicklung im Verband

Dem vdp gehören wie im Vorjahr 52 Mitgliedsunternehmen an, die insgesamt einen Marktanteil von knapp 96 % am gesamten Pfandbriefumlauf auf sich vereinen. Eine Übersicht über die Mitgliedsinstitute ist hier zu finden: https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/verband/mitgliedschaft/mitglieder.html

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Carsten Dickhut

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Deutlicher Zuwachs an Immobiliendarlehen

Finanzierungsvolumen der vdp-Mitgliedsinstitute steigt 2025 um 15,7 %

Mit 148,6 Mrd. Euro vergaben die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute im Jahr 2025 ein deutlich höheres Volumen an Immobiliendarlehen als im Vorjahr. Der Anstieg belief sich auf 15,7 % (2024: 128,4 Mrd. Euro). Mit Quartalswerten zwischen 36,3 und 38,2 Mrd. Euro verteilte sich das Neugeschäft gleichmäßig über das gesamte Jahr, wobei der Höchstwert im Schlussquartal erreicht wurde.

Wie in den Vorjahren dominierten die Wohnimmobiliendarlehen auch 2025 das Immobilienfinanzierungsgeschäft: Die Finanzierungen für Wohnobjekte erreichten ein Volumen von 92,6 Mrd. Euro – ein Plus in Höhe von 17,5 % im Vergleich zum Vorjahreswert (2024: 78,8 Mrd. Euro).

Das Volumen neuer Darlehen für Gewerbeimmobilien summierte sich über alle vier Quartale auf 56,0 Mrd. Euro – ein Plus von 12,9 % gegenüber 2024. Ausgehend von einem niedrigen Niveau erholte sich das Neugeschäft im Berichtsjahr leicht, blieb aber angesichts der strukturellen Veränderungen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

„Das Immobilienkreditgeschäft der Pfandbriefbanken ist 2025 über nahezu alle Objektarten hinweg angestiegen.“
Jens Tolckmitt

„Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes Immobilienkreditgeschäft im Jahr 2025“, stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. Das Neugeschäftsvolumen sei über nahezu alle Objektklassen hinweg angestiegen. Dabei hat die Kreditnachfrage im Wohnimmobilienbereich nicht nur für den Bestandserwerb, sondern – ähnlich zu den moderat steigenden Baugenehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt kürzlich vorgestellt hat – auch für den Wohnungsneubau zugenommen, so Tolckmitt.

Wohnimmobilienfinanzierung: Ein- und Zweifamilienhäuser an der Spitze

Das Neugeschäft bei Wohnobjekten wurde im Jahr 2025 erneut von Darlehen für Ein- und Zweifamilienhäuser dominiert – auf sie entfielen mit 44,2 Mrd. Euro knapp 48 % des Gesamtvolumens im Segment Wohnen (92,6 Mrd. Euro). Dahinter folgten – mit Volumina von 22,8 bzw. 20,7 Mrd. Euro – Darlehen für Mehrfamilienhäuser bzw. für Eigentumswohnungen. Mit 27,4 % war bei Darlehen für Mehrfamilienhäuser der höchste Zuwachs im Berichtsjahr zu verzeichnen. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen erreichten Steigerungsraten von 16,3 % bzw. 15,6 %.

Gewerbeimmobilienfinanzierung: Mehr als die Hälfte entfällt auf Büros

Mit einem Volumen von 28,8 Mrd. Euro machten Darlehen für Büros 2025 mehr als die Hälfte des gesamten Neugeschäfts bei Gewerbeimmobilien aus (56,0 Mrd. Euro). Das Neugeschäft bei Einzelhandelsobjekten und Hotels lag mit Volumina von 13,5 bzw. 4,5 Mrd. Euro wie in den Vorjahren deutlich dahinter. Die Darlehensvergabe für Industriegebäude belief sich im Berichtsjahr auf 1,2 Mrd. Euro, für sonstige gewerblich genutzte Objekte auf 8,0 Mrd. Euro.

Bestand an Immobilienfinanzierungen bewegt sich seitwärts

Zum 31. Dezember 2025 erreichten die von den vdp-Mitgliedsinstituten ausgereichten Immobiliendarlehen eine Summe von 1.040,3 Mrd. Euro. Damit hielt sich der Immobilienfinanzierungsbestand insgesamt zwar ungefähr auf dem Vorjahresniveau (31.12.2024: 1.042,1 Mrd. Euro), allerdings verlief die Entwicklung bei den Segmenten unterschiedlich: Einem Anstieg um 1,3 % beim Wohnimmobiliendarlehensbestand stand ein Rückgang um 3,8 % bei Gewerbeimmobiliendarlehen gegenüber. Mit einem Anteil von 85,3 % entfiel der weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens unverändert auf Objekte in Deutschland.

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